Blaichach
Wegbegleiter für Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen

In Florian Rapp hat die wochenlang verwaiste katholische Pfarrgemeinde St. Martin in Blaichach wieder einen festen Seelsorger. Am morgigen Sonntag, 20. September, um 18 Uhr, feiert der neue Geistliche zusammen mit den Gläubigen einen Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Es ist zugleich die offizielle Amtseinführung des 36 Jahre alten gebürtigen Augsburgers.

Florian Rapp ist als Geistlicher sozusagen ein Spätberufener. Zwar hatte er schon immer eine enge Bindung zur Kirche. Für das Priester-Dasein entschied er sich allerdings erst, nachdem er zuvor einen anderen Beruf ausgeübt hatte. Von klein auf sei er in der Pfarrei seiner Heimatgemeinde «verankert» gewesen, erzählt der Sohn einer Metzgers- und Gastwirtsfamilie aus dem westlich von Augsburg gelegenen Kutzenhausen. Der dortige Pfarrer war ihm ein Vorbild. «Er hat uns Jugendliche alle begeistert», erinnert sich Rapp an Fußballspiele der Ministranten, wozu auch er gehörte, mit dem Seelsorger im Pfarrgarten. Auch das Schafkopfen habe man damals vom Pfarrer gelernt, lacht der neue Blaichacher Gottesmann.

Der Glaube ist ihm wichtig

Schon in der Pfarrjugend schloss Rapp erste Bekanntschaft mit Blaichach, besser gesagt mit dem Jugendhaus Elias im Ortsteil Seifriedsberg. Er nahm an einem «Offenen Seminar» des Jugendhauses teil. Doch nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Lehre als Orthopädie-Mechaniker und übte diesen Beruf zehn Jahre lang aus. Zugleich gehörte der Augsburger dem Pfarrgemeinderat seiner Heimatpfarrei an und diente ihr zugleich als Mesner.

«Der Glaube war mir schon immer sehr wichtig». Dieser intensiv erlebte Glaube an Gott ließ in ihm auch den Wunsch reifen, eine Berufung als Priester anzustreben, schildert Rapp seine Beweggründe, zumal er sich immer wieder mit jungen Geistlichen ausgetauscht hatte. Als Spätberufener trat Florian Rapp 1999 in ein kirchliches Studienseminar bei Bonn ein.

Nach seiner Priesterweihe im Mai 2005 war er Kaplan in Wertingen und Schrobenhausen, bevor er sich für die nach dem Tod von Martin Bummele frei gewordene Pfarrerstelle in Blaichach entschied. Seine erste Aufgabe sieht der Nachfolger von Bummele nun darin, zu erkennen, was die Gläubigen in der Pfarrei St. Martin bewegt. Angesichts der heutigen hektischen Zeit will er als Wegbegleiter dazu beitragen, dass sich die Menschen auf das Wahre besinnen und zur Ruhe kommen.

Florian Rapp kann nur seine Hilfe anbieten: «Die Kirche ist ein Raum, in dem Menschen ihrer Sehnsucht nachkommen und Kraft für sich und den Alltag tanken dürfen».

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