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Unglaublich viel Organistaion
Wechselunterricht für Abschlussklassen - Sinnvoll oder Stress pur?

Wechselunterricht: Gemischte Gefühle bei den Schülern und den Lehrern (Symbolbild)
  • Wechselunterricht: Gemischte Gefühle bei den Schülern und den Lehrern (Symbolbild)
  • Foto: 🎄Merry Christmas 🎄 auf Pixabay
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Seit Montag, 01. Februar befinden sich Abiturienten und Berufsschüler von Abschlussklassen im Wechsel-Unterricht. Dabei sitzt ein Teil der Klasse im Klassenzimmer und ein Teil der Klasse schaut dem Unterricht virtuell über den Computer oder das Tablett zu. Für die Lehrkräfte und Schüler ist das nach so langer Zeit des Distanzunterrichts wieder eine neue Herausforderung. Die einen Schüler finden es super, wieder in die Schule zu können, die anderen wünschen sich auch weiterhin den Distanzunterricht.

Ist ein Wechsel-Unterricht sinnvoll?

Was sagen die Lehrer? Ist diese Art des Unterrichtens eher sinnvoll oder eine schlechte Variante? Dafür hat all-in.de beim Bayerischen Lehrerverband (BLLV) nachgefragt. 

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann ist dem Ganzen gegenüber etwas skeptisch. Der Wechselunterricht verlange sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern einiges ab. Für die Lehrer sei der Wechselunterricht mit sehr viel mehr Stress und Fahrerei verbunden. Was man jetzt brauche, sei "eine  zeitgemäße Pädagogik und keinen Druck für die Schüler durch formale Vorgaben", so Fleischmann. Es sei wichtig, den Schülern gerade in solchen Zeiten den Leistungsdruck zu nehmen. Auch kann sich Simone Fleischmann ein zusätzliches Schuljahr vorstellen, um den Schülern, Lehrern und auch den Eltern etwas Druck zu nehmen.

"Nur ein Corona-Abi"

Viele Schüler haben Angst, sich mit der neuen Virus-Mutation anzustecken, und viele haben Angst, dass es bei ihrem Abi oder Abschluss nur ein "Corona-Abi" oder "Corona-Abschluss" wird, das in der Zukunft nicht vollwertig anerkannt wird. Den Schülern fehlen Kompetenzen, heißt es von Simone Fleischmann. 

"Viele Schüler sind in ein digitales Netz gefallen, es fehlt eine Tagesstruktur. Die Schüler sind psychisch belastet und haben Ängste. Die Lehrkräfte sehen, wie Schüler Ticks entwickeln. Auch sei den Lehrern aufgefallen, dass mehr Schüler magersüchtig sind. Den Schülern fehlt das normale Schulleben. Wenn sie den ganzen Tag zuhause lernen und dann noch der familiären Belastungen ausgesetzt sind, kann das schwere Folgen haben", so Fleischmann weiter. 

Ob es besser wäre, weiterhin auf Homeschooling/gut durchgeführten Distanzunterricht zu setzen, oder ob es gelingt, mit dem Wechsel-Unterricht ein Stück mehr "Normalität" zu erreichen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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