Energie
Wechsel: Ökostrom statt Atomstrom?

Unter dem Eindruck der dramatischen Ereignisse in japanischen Atomkraftwerken hat sich auch in Deutschland das Meinungsbild zum Thema Kernenergie grundlegend geändert. Viele Bürger denken über einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter nach. Die Sorge, bei einem Stromanbieterwechsel im Dunkeln sitzen zu müssen, ist unbegründet. Konventioneller Strom oder Ökostrom – aus der Steckdose kommt überall das gleiche. Alle Stromerzeuger – egal ob sie Wind-, Solar- oder Atomstrom anbieten, speisen ihren Strom in einen großen Pool ein, aus dem alle Endkunden beliefert werden.

Es entsteht also ein Mix aus Ökostrom und konventionellem Strom. Je mehr Ökostromkraftwerke gebaut werden, desto mehr Ökostrom wird in den Pool eingeleitet – und desto 'sauberer' wird er. Empfehlenswerte sind also die Ökostromtarife, die den Bau neuer Ökostromanlagen fördern – und zwar über die gesetzliche Förderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hinaus.

Ökostrom ist oft billiger

In vielen Regionen ist Ökostrom inzwischen sogar billiger als konventioneller Strom. Viele Verbraucher scheuen aber noch den Wechsel von Anbieter oder Tarifen. Sie stecken dann in der Regel noch im Grundversorgungstarif des örtlichen Anbieters, dem meist teuersten Tarif überhaupt.

Am einfachsten ist es dann meist, nicht den Anbieter, sehr wohl aber den Tarif zu wechseln. Wenn man sich nach einem Vergleich für einen neuen Stromanbieter entscheidet, sollten man folgende Punkte beachten:

  • Binden Sie sich nicht zu lange an einen bestimmten Tarif. Die längste Laufzeit sollte bei 12 Monaten liegen.
  • Die Kündigungsfrist sollte nicht länger als 1 Monat sein.
  • Lesen Sie sich auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durch.
  • Bei Vorauskasse sollten Sie sich genau über den Stromanbieter informieren, da Sie hier das Insolvenzrisiko tragen. Im Zweifel wählen Sie lieber ein Angebot mit einer monatlichen Abschlagszahlung.
  • Bei einem Wechsel sollte sich der neue Anbieter um die Kündigung des alten Vertrages kümmern, indem Sie ihm eine Vollmacht erteilen, und ein fester Liefertermin für den Beginn des neuen Vertrages vereinbart werden.
  • Stimmen Sie keinen Wechselgebühren zu. Diese sind sogar unzulässig.
  • Im Vertrag sollten alle Preisbestandteile genau aufgeschlüsselt sein und ein Hinweis darauf, ob Sie Mindest- oder Höchstmengen beachten müssen.
  • Schauen Sie vorab im Internet nach Erfahrungsberichten anderer Kunden Ihres zukünftigen Stromanbieters. So können Sie böse Überraschungen vermeiden.

Für den Wechsel des Stromanbieters helfen Vergleichsrechner im Internet, wie verivox oder tarifvergleich.de. Auch die Verbraucherzentralen informieren hier unabhängig und zuverlässig.

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