Kaufbeuren / Ostallgäu
Wasser und Strom «nicht privatisieren»

Zahlreiche Themen wurden beim Kreisverband Ostallgäu/Kaufbeuren der Grünen diskutiert. Die Versammlung fand in den neuen Geschäftsräumen der Partei in der Ludwigstraße 38 in Kaufbeuren statt. Die regelmäßigen Sprechstunden in den im Oktober 2009 bezogenen Räumen würden, so der Kaufbeurer Grünen-Stadtratsfraktionsvorsitzende Wolfgang Hawel, schon gut von den Bürgern besucht. Künftig sollen mittels eines Lauftextes, der über einen Flachbildfernseher im Schaufenster flimmert, grüne Inhalte für interessierte Bürger präsentiert werden. Der Kaufbeurer Ex-Stadtrat Rolf Köhler forderte ein Verbot der Privatisierung von Wasser und Strom und einen Stopp weiterer öffentlicher Zuschüsse für den Allgäu-Airport.

Weitere Punkte auf seiner Liste: das Verbot von Rating-Agenturen und die Eindämmung des Lobbyismus, eine weitergehende Kennzeichnung von Lebensmitteln sowie die Unabhängigkeit der Kommunen in der Energieversorgung. In diesem Zusammenhang regte Benno Bönisch eine kreisübergreifende Initiative an: «Warum gibt es keine Wertschöpfung in der Infrastruktur?» Sehr engagiert wurde diskutiert, ob man die rasche Ausweitung der Gen-Technik einfach hinnehmen solle. Josef Rauwolf regte eine große Demonstration in dieser Sache an. Der Grünen-Kreisvorstandssprecher und stellvertretende Ostallgäuer Landrat Hubert Endhardt gab allerdings zu bedenken, dass viele Groß-Demos der Vergangenheit zwar sehr medienwirksam gewesen seien, letztlich aber wirkungslos blieben.

Dieter Frisch warb für eine aktive Beteiligung an der Aktion «Gemeinsam wandern - Deutschlands Vielfalt erleben», um auf die dramatische Verlängerung der «Roten Liste» bedrohter Tiere und Pflanzen aufmerksam zu machen. Ursula Schuster machte schließlich auf eine ganze Widerspruchsserie zum Thema «Erneuerbare Energien» aufmerksam und riet dazu, das Thema mehr vernetzt zu diskutieren, um so effektiver zu werden.

Umsetzung nicht einfach

Allen Beteiligten war am Schluss klar, dass sich nur wenige Punkte direkt in politisches Handeln umsetzen lassen würden. Es sei aber notwendig, trotzdem am Ball zu bleiben. Die Versammlung beschloss einstimmig auch die neue Satzung des Kreisverbandes. Offenheit zum Gespräch mit allen Personen sowie die Gleichstellung der Frauen sind ausgewählte Schwerpunkte des Papiers.

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