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Was tun bei Hochwasser?

Das Hochwasser geht vielerorts zurück, die Ratlosigkeit bleibt: Viele von der Naturkatastrophe Betroffene wissen nicht, was sie als Erstes tun und wo sie mit den Aufräumarbeiten beginnen sollen.

Dabei gilt: Wer einfach loslegt, begibt sich unter Umständen sogar in Gefahr. Deshalb ist auch bei Sofortmaßnahmen besonnenes Vorgehen ratsam. Hochwasserschäden machen auch vor der Elektrik nicht halt. Bevor elektrische Anlagen ihren Dienst wieder aufnehmen, sollte ein Fachmann sie überprüfen.

Weitere Gefahren lauern im Wasser selbst: Ausgelaufene Stoffe wie Öle oder Chemikalien können Gesundheit, Erdreich und Mauerwerk schädigen. Deshalb gilt es, bei Verdacht sofort die Feuerwehr zu verständigen. Rauchen ist bei den Aufräumarbeiten gänzlich tabu, denn brennbare oder explosive Stoffe können sich nach einem Hochwasser auch an unerwarteter Stelle wiederfinden.

Zudem sollten Opfer von Naturkatastrophen ihre Versicherung möglichst schnell darüber informieren, dass sie Opfer der Naturgewalt geworden sind – auch dann, wenn der komplette Schaden noch nicht absehbar ist. Die Versicherung schickt dann in der Regel einen Gutachter, was bei einer Fülle von Schäden wie nach einem Hochwasser einige Tage dauern kann.

Das Problem: Die Versicherung muss das Schadensbild möglichst umfassend begutachten. Gerade eingeschwemmter Schlamm sollte aber nicht tagelang im Gebäude liegen bleiben, da er sonst betonfest eintrocknet und der Schaden dadurch noch größere Ausmaße annimmt. Deshalb empfehlen Experten von Ergo: 'Wenn das Hochwasser gesunken ist, die überschwemmten Räume abpumpen und den Schlamm entfernen, auch wenn der Gutachter noch nicht da war.'

Zur Dokumentation machen die Betroffenen am besten Fotos und markieren die Wasserstände an Möbeln und Wänden. Zerstörte Gegenstände dürfen erst nach Rücksprache mit dem Versicherer zur Entsorgung. Wer sein Haus von Schlick und Trümmern befreien muss, benötigt dafür jede freie Minute.

'Ist ein Mitarbeiter an der Ausübung seiner Tätigkeit durch persönliche Gründe, unverschuldet und für einen verhältnismäßig nicht zu langen Zeitraum gehindert, hat er nach Paragraph 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Anspruch auf Sonderurlaub', erklären die Juristen der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Regelungen zum Sonderurlaub finden sich oft in Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen. Eine Nachfrage bei der Personalabteilung kann hier Klarheit schaffen

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