Politik
Was sich Allgäuer vom neuen Heimatministerium wünschen

Ein Baum, der mitten im Dorf die Straße spaltet, während sich im Hintergrund der Kirchturm erhebt. Dieser Ortskern zeichnet das Ostallgäuer Dorf Aitrang aus. „Das ist doch einmalig“, sagt Kreisheimatpfleger Peter Ossenberg. Aus seiner Sicht gilt es, genau solche Ortsbilder im Allgäu zu bewahren.
  • Ein Baum, der mitten im Dorf die Straße spaltet, während sich im Hintergrund der Kirchturm erhebt. Dieser Ortskern zeichnet das Ostallgäuer Dorf Aitrang aus. „Das ist doch einmalig“, sagt Kreisheimatpfleger Peter Ossenberg. Aus seiner Sicht gilt es, genau solche Ortsbilder im Allgäu zu bewahren.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Pia Jakob

Was bedeutet eigentlich Heimat? „Heimat hat für mich ganz viel mit Identität zu tun“, sagt Gerlinde Hagelmüller. Als Allgäuerin ist sie stolz auf die Landschaft um sie herum, auf die traditionellen Bräuche, die Vielfalt der natürlichen Lebensmittel und vor allem auf die Menschen. „Der typische Allgäuer ist etwas Besonderes“, sagt die zweite Vorsitzende des Heimatbundes. Vielleicht manchmal etwas stur, aber lässt er sich von einer Sache überzeugen, stehe er voll dahinter.

Und dabei sollte er genügend Unterstützung bekommen. Ginge es nach Hagelmüller, wäre das eine der Aufgaben des neuen Heimatministeriums unter Horst Seehofer. „Das Ehrenamt sollte nicht nur gelobt, sondern auch finanziell unterstützt werden.“ Genauso wichtig findet sie eine gute Beratung, am besten mit Ansprechpartnern in den jeweiligen Landratsämtern – nicht in München oder Berlin. Diese Mitarbeiter könnten die örtlichen Initiativen gleich miteinander vernetzen.

Ein weiteres Anliegen der Oberallgäuerin ist es, die Kultur zur stärken. „Kultur sollte eigentlich auf Augenhöhe mit Tourismus, Politik und Wirtschaft stehen. Aber das tut sie nicht.“ Daher wünscht sich Hagelmüller mehr Förderprogramme und eine bessere Zusammenarbeit. Ein Beispiel: Vereinsmitglieder könnten Schülern im Unterricht die Geschichte ihrer Heimat näher bringen. Denn Hagelmüller findet: „Jeder ist Teil der Geschichte, aber keiner weiß es mehr.“

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe unserer Zeitung vom 23.05.2018.

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