Special B12-Ausbau: Der Allgäu Schnellweg Special

"Lebensader der Region"
Warum die Handwerkskammer Schwaben für den B12 Ausbau ist

Handwerkskammer Präsident Hans-Peter Rauch
  • Handwerkskammer Präsident Hans-Peter Rauch
  • Foto: Handwerkskammer
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Nachdem der Bund Naturschutz am 22. Juli mit einer großen Aktion gegen den Ausbau der B12 demonstriert hat, spricht sich die Handwerkskammer (HWK) für Schwaben für den geplanten Allgäu-Schnellweg aus. In einem Interview mit all-in.de erklärt Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben, warum der Streckenausbau für das Allgäu wichtig ist:

Warum ist die Handwerkskammer für den Ausbau (Streckenabschnitt Kempten und Buchloe) der B12?

Hans-Peter Rauch: Mit rund 11.000 Handwerksunternehmen, in denen mehr als 50.000 Menschen arbeiten, ist das Handwerk ein bedeutender Arbeitgeber im Allgäu. Diese Firmen benötigen eine bestens funktionierende Verkehrsinfrastruktur. Die B12 kann gut und gerne als Lebensader der Region bezeichnet werden und stellt die wichtigste Verbindung zu den angrenzenden Wirtschaftsräumen dar.

Das Handwerk braucht eine reibungslos funktionierende Anbindung. Für die Betriebe ist es von großer Bedeutung, dass ihre Mitarbeiter auf sicheren Verkehrswegen unterwegs sind. Schließlich tragen die Unternehmen für ihre Beschäftigten auch die Verantwortung. Die meisten Staus auf dieser Strecke werden durch Unfälle verursacht. Das bedeutet für die Firmen dann einen höheren Zeitaufwand und dadurch mehr Kosten.

Bereits 2016 hat sich die HWK Schwaben in einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan für den vierspurigen Ausbau ausgesprochen.

Empfinden Sie die B12 als unübersichtlich und gefährlich?

Hans-Peter Rauch: Die B12 ist in diesem Streckenabschnitt richtig gefährlich. Der Wechsel von der einspurigen Fahrbahn zu den zweispurigen Abschnitten, auf denen überholt werden kann, kommt gerade für ortsunkundige Fahrer zu schnell und ist nach meiner Einschätzung auch unübersichtlich. Dies hat schwerste Unfälle zur Folge und dadurch ist die Strecke enorm stauintensiv.

Sie haben bezüglich des B12 Ausbaus bisher keine kritischen Stimmen aus dem Handwerk gehört, ist das richtig?

Hans-Peter Rauch: Das gilt im Großen und Ganzen immer noch. Allerdings hat sich nach dem Interview mit der Allgäuer Zeitung (AZ) ein Handwerksunternehmer, der im Vogelschutz aktiv ist, bei mir gemeldet und sich gegen einen Ausbau ausgesprochen. Die große Mehrheit der Handwerksbetriebe befürwortet den raschen Ausbau.

Ist der Ausbau der B12 Ihrer Meinung nach für das Allgäu ein wirtschaftlicher Vorteil?

Hans-Peter Rauch: Die wirtschaftlichen Vorteile für das Allgäu und die dort ansässigen Menschen und Betriebe ist enorm. Zu einer besseren und schneller Erreichbarkeit, beleben eine gute Vernetzung und Verkehrsinfrastruktur die Region. Gerade Handwerksbetriebe, zum Beispiel aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, die häufig über das Allgäu hinaus tätig sind, brauchen eine funktionierende und schnelle Anbindung zu ihren Baustellen. Diese Firmen sind dann noch gefragter und ihre Stabilität wirkt sich wieder positiv auf die Beschäftigung und die Sicherheit der Arbeits- und Ausbildungsplätze aus.

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