Jubiläum
Warum das Jugendzentrum auf dem Bühl seit 25 Jahren Anlaufstelle ist

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Der zwölfjährige Berkan ist ganz vertieft beim Kickerspielen. Mit seinen Freunden Mustafa (12) und Ender (17) kommt er nachmittags öfters in das 'Juze' auf dem Bühl. Das ist für ihn die Zeit, in der die Schule für ein paar Momente in den Hintergrund rückt und Berkan seine Freunde um sich herum hat.

Bereits seit 25 Jahren ist das Jugendzentrum nun schon Anlaufpunkt für Jugendliche auf dem Bühl. Das Team von Nicole von Struensee, Sozialpädagogin und Leiterin der Einrichtung, hat "für die Jugendlichen immer ein offenes Ohr". Neben Freizeitangeboten wie Kochen, Sportaktivitäten und Ausflügen sollen Jugendliche im "Juze" auch soziale Kompetenzen erlernen und einen Rückzugsraum bekommen.

"Bei uns im Zentrum ist der rote Faden die Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen", so Nicole von Struensee: "Wenn wir wissen, wie sie denken, können wir ihnen in Problemsituationen besser helfen". Seit dem Mai 1986 ist das so.

Anfangs ein Mitarbeiter

"Damals war das Juze noch in einem Lager für Friseurbedarf", erzählt von Struensee: "Es gab auf dem Bühl eigentlich nichts." Bis heute sei das Zentrum im Stadtteil der einzige Ort, der Jugendlichen eine Alternative biete. Mit einem Mitarbeiter habe man 1986 begonnen, heute arbeiten in der Einrichtung vier.

Mit dem Projekt <<sozial-integrative Jugendarbeit>> unter Leitung von Sozialpädagogin Tatjana Abu Bakar soll der respektvolle Umgang und das positive Miteinander der Jugendlichen, ungeachtet ihrer Herkunft, in der Schule und Freizeit gefördert werden. Den Kindern aus dem Stadtteil werde dabei eine Ansprechpartnerin an die Seite gestellt, die sie fast über den ganzen Tag hinweg begleitet.

Viel Aufklärungsarbeit

60 bis 70 Stammbesucher zählt das "Juze". Die Jugendlichen seien häufig türkischer und russischer Abstammung und kämen meist aus stark benachteiligten Familien, erklärt von Struensee. Neben der Freizeitgestaltung widme man sich seit Jahren der Präventionsarbeit. Beispielsweise zu den Themen Drogen und Alkohol.

Dabei beschäftige man sich spielerisch mit Alkohol und habe den Jugendlichen mit einer Rauschbrille gezeigt, was hoher Konsum auslösen könne. Spielsucht und sexualpädagogische Beratung seien neben Medienaufklärung weitere Themenschwerpunkte.

Zu den Höhepunkten in den letzten 25 Jahren zählen Ferienfreizeiten und Ausflüge in Großstädte. "Ein Wintersporttag am Nebelhorn in Oberstdorf wurde letztes Jahr bei den Jugendlichen super angenommen. Viele waren das erste Mal auf einem Berg", erzählt von Struensee.

Die Angebote im Jugendzentrum kann man im Internet unter finden.

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