Füssen
Warten auf Schneemassen

Angefangen haben sie 1980, damals noch im klassischen Laufstil. Längst gleiten sie im schnellen Skating-Stil durch die historischen Gassen - die Teilnehmer beim Altstadt-Skisprint. Gleich welche Technik, etwas ist immer vonnöten: «Das Wichtigste ist natürlich, dass es schneit», sagt Manfred Aichele, der Vorsitzende des Skiclubs Füssen. Und zwar bis zum Tag vor Heiligabend. Dann fällt die Entscheidung, ob der 9. Füssener Altstadt-Skisprint am 29. Dezember stattfinden kann oder nicht.

Mitten durch die Füssener Fußgängerzone führt der Altstadtsprint die Langläufer. Der Wettkampf hat eine lange Tradition, in den 1980er Jahren hatten tausende Zuschauer begeistert das Rennen verfolgt, als der heutige Nationaltrainer Jochen Behle den Sieg holte. Und Füssen hatte mit diesem Wettbewerb die Nase vorn: «Wir waren die ersten, die einen solchen Sprint mitten in der Stadt organisiert haben», sagt Manfred Schweinberg, beim Skiclub für die Langlaufsparte verantwortlich. Zwischenzeitlich war der Altstadtsprint jahrelang ausgesetzt worden, des Öfteren fiel er dem Schneemangel zum Opfer.

Schade, denn nicht nur das Publikum schätzt die Rennen in der weihnachtlich dekorierten Altstadt. «Für die Langläufer ist das eine willkommene Gelegenheit, sich vor einem so großen Publikum zu präsentieren», sagt Manfred Aichele. Bei «normalen» Temperaturen erwartet er bis zu 4000 Besucher beim Altstadt-Skisprint.

Auf dem 500 Meter langen Kurs zwischen Stadtbrunnen und Schrannenplatz sollen die Langläufer am 29. Dezember ab 18.30 Uhr starten. Zunächst die Kinder und die Schüler, ab 19 Uhr die Jugendlichen und die Erwachsenen. Dazu werden Topathleten aus dem gesamten Allgäu erwartet. Einer der - wenngleich nicht sportlichen - Höhepunkte wird der VIP-Lauf um 20.15 Uhr sein: Dann treten regionale «Promis» aus Politik, Sport, Wirtschaft und Behörden gegeneinander an.

Nicht nur der Skiclub - der bei den Vorbereitungen wieder auf Helfer von Bundeswehr und Bauhof bauen kann - fiebert dem Ereignis entgegen. Auch Tourismus-Chef Stefan Fredlmeier sieht in dem Skisprint «eine wirklich attraktive Geschichte» für die Sportstadt Füssen. So sieht es auch die Werbegemeinschaft, sagt deren Vorsitzender Klaus Keller. Zwar würden die Geschäftsleute etwas durch die Präparierung der Laufstrecke mitten in der Altstadt behindert, doch: «Wir stehen trotzdem dahinter, der Einzelhandel war immer für diesen Altstadtsprint.» Jetzt fehlt nur noch ausreichend Schnee

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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