Kaufbeuren
Warten auf bessere Zeiten

Die Jobmaschine läuft noch nicht ganz rund: Der angekündigte Komplettumzug des Unternehmens Sunmaschine von Wildpoldsried (Oberallgäu) auf das Gelände der ehemaligen Textilfabrik Momm in Kaufbeuren wird sich verzögern. Geschäftsführer Dr. Dagobert Kotzur bestätigte gegenüber unserer Zeitung diese Information. «Das Wachstum ist nicht wie geplant eingetreten», so Kotzur. Diese Entwicklung sei auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftskrise zu sehen. Sunmachine wollte mittelfristig bis zu 200 Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen stehe aber weiter zum Standort Kaufbeuren, sagte Kotzur.

Sunmachine hat sich mit der Produktion von Mini-Blockheizkraftwerken einen Namen gemacht. Die Geräte des jungen Technologie-Unternehmens sind für die effiziente und sparsame Energieversorgung in Ein- und Mehrfamilienhäusern konzipiert. In Kaufbeuren ist Sunmachine bereits seit mehr als einem Jahr präsent. Doch die Verlagerung der Produktion und einer Serviceabteilung vom Standort Nürnberg in die Halle des ehemaligen Toom-Baumarktes in der Mindelheimer Straße war 2008 als Interimslösung geplant. Mittelfristig sollten alle Betriebsbereiche eigentlich am Unternehmenssitz in Wildpoldsried zusammengeführt werden. Bis sich dem Unternehmen die Möglichkeiten in dem Gewerbepark Momm eröffneten. Im Sommer war dann geplant, dass der Komplettumzug auf das Momm-Areal in diesem Herbst erfolgen sollte.

Wie der neue Zeitplan für das Unternehmen mit derzeit 130 Mitarbeitern aussieht, vermag Geschäftsführer Dr. Dagobert Kotzur nicht zu sagen. «In diesem Jahr wird es nichts mehr», meint er jedoch. Das weitere Vorgehen werde sich vermutlich in den nächsten zwei Monaten entscheiden. Dann sei auch die wirtschaftliche Entwicklung besser einzuschätzen. Somit dürfte sich an den örtlichen Strukturen von Sunmachine vorläufig nichts ändern. Das heißt auch, dass in der ehemaligen Toom-Halle in der Mindelheimer Straße weiterproduziert werde. An diesem Standort gebe es im Mietvertrag eine Verlängerungsoption bis zum Jahr 2011. «Wir haben keinen Zeitdruck», so Kotzur.

Der Eigentümer des Momm-Geländes, Manfred Schoder, bedauert die Verzögerung, zeigt angesichts der Rahmenbedingungen aber Verständnis. «Wir halten die Fläche für Sunmachine frei», sagt er. «Der Gewerbepark ist zugeschnitten für dieses Unternehmen.» Unabhängig von dem Komplettumzug werde derzeit über die Anmietung von Lagerfläche für Sunmachine gesprochen. Eine Verzögerung in der Entwicklung des Gewerbeparks Momm durch die Entscheidung des Unternehmens sieht er nicht. «Es gibt noch genug freie Fläche für Interessenten mit Hallen von 1500 bis 5000 Quadratmetern.»

Durch die aktuelle Entwicklung sieht sich auch der Vermieter des früheren Toom-Baumarktes in der Mindelheimer Straße, Josef Scheibel, nicht eingeschränkt. «Mir bleibt jetzt ein Jahr länger Zeit zum Planen», so Scheibel. Er verfolge weiterhin eine künftige Nutzung dieses Standortes mit Mietern aus dem Einzelhandelsbereich.

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