Senioren
Warndreiecke auf Asphalt sollen Sicherheit erhöhen

Wenn sich Senioren von der Stadt etwas zu Weihnachten wünschen könnten, dann wären es wohl Schließfächer in der Fußgängerzone für schwere Einkaufstaschen. Außerdem würden vermutlich längere Grünphasen an Ampeln auf dem Wunschzettel stehen, damit das Überqueren der Straße für Gehbehinderte erleichtert wird. Solche Anliegen haben ältere Bewohner bei den Senioren-Bürgerversammlungen vorgetragen. Einige Wünsche können jetzt von der Liste gestrichen werden. So soll eine Kurve in der Pulvermühlstraße dadurch sicherer werden, dass die Autofahrer durch Warndreiecke auf dem Asphalt zu langsamerem Fahren angehalten werden.

Für die Schließfächer ist Geld im Haushalt 2012 beantragt. 'Das hatten wir schon im letzten Jahr, aber leider wurde es aufgrund der Haushaltssituation gestrichen', so Gernot Winkler vom Tiefbauamt. Bereits diskutiert hat der Seniorenbeirat über mögliche Standorte für Schließfächer: 'Man würde sie wohl im Hallhof, in der Maximilianstraße oder Fußgängerzone aufstellen', so Manfred Mäuerle vom Sozialamt.

Mehr Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten in der Innenstadt können wohl von der Liste gestrichen werden: Eine vom Seniorenbeirat erstellte Karte, auf der Bänke und WCs markiert sind, zeigt: 'Es gibt gar nicht so wenige', wie Seniorenbeirätin Inge Ottow betätigt. Zudem wurden laut Mäuerle viele Bänke erneuert. Das Problem bei den Toiletten sei allerdings: 'Sie sind schlecht beschildert.

In Parkhäusern gibt es auch Toiletten. Aber das weiß fast niemand', sagt Ottow.

Mittelinsel als Querungshilfe

Von Senioren moniert wurde auch die 'gefährliche Kurve' in der Pulvermühlstraße. Diese 'uneinsehbare', fast 90-Grad-Biegung überqueren viele Fußgänger und Radler der nahen Wohngebiete. Vor einigen Jahren ist die Kurve bereits durch eine Mittelinsel als Querungshilfe entschärft worden. Jetzt hat der Verkehrsbeirat beschlossen, rote Warndreiecke auf den Asphalt malen zu lassen.

Verkehrsspiegel zur besseren Einsicht der Kurve lehnt das Straßenverkehrsamt dagegen ab: 'Der Spiegel verzerrt, wodurch die Geschwindigkeit der Autos nicht abgeschätzt werden kann', erläutert Bernd Kühn.

Als 'zu lange' empfinden manche Bürger die Wartezeiten an den Fußgängerampeln des Mittleren Rings, bei denen durch Drücken eine Grünphase angefordert wird. 'Es kommt einem schnell wie zwei oder drei Minuten vor', räumt Kühn ein. 'Aber man wartet maximal 90 Sekunden', betont Gernot Winkler.

Mehrfach beklagt wurden die 'zu kurzen Grünphasen' an Ampeln, etwa beim Überqueren der Donaustraße am Kaufmarkt. Hierzu Winkler: 'Zu den 13 Sekunden der Grünphase kommt noch eine Schutzzeit von neun Sekunden hinzu, bevor die Ampel der Autofahrer auf Grün schaltet.' Schafft es jemand in dieser Zeit nicht, alle vier Fahrbahnen zu überqueren, kann er auf der Mittelinsel einen Zwischenstopp einlegen: 'Auf zwei Etappen schafft es jeder', sagt Winkler.

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