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Wandern
Wandern im Allgäu: Eine Frage der Ausrüstung

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Rund die Hälfte der Deutschen wandert gerne in der Freizeit. Wir im Allgäu sind da doch sehr verwöhnt. Die Berge sind schnell erreicht und Routen gibt es für jeden Typ von Wanderer. Welche Ausrüstung man braucht und auf was man achten muss, erklärt Michael Rathke von Sport Reischmann in Kempten.

Bei den ersten Touren im Jahr ist wichtig, dass man aufpasst, wo noch Schnee liegt, sagt Michael Rathke. Man sollte am Anfang der Wandersaison nicht gleich mit den Hochtouren starten, sondern mit den leichteren Routen. Um viel Spaß beim Wandern zu haben und auch für alle Situationen gewappnet zu sein, ist die richtige Ausrüstung wichtig.

Das Wichtigste dabei sind die Schuhe. Was gibt’s Schöneres, wenn man nach vier, fünf Stunden auf die Hütte kommt und einem die Füße nicht wehtun, sagt Michael Rathke von Sport Reischmann.

Je nachdem ob man im schwierigen Gelände oder auf befestigten Wegen läuft, braucht man den richtigen Schuh. Ein Wander-Halbschuh ist sehr leicht und hat trotzdem eine gute Sohle. Allerdings bietet der Halbschuh keinen festen Halt für den Knöchel. Wenn man ins Geröll steigt und die Routen anspruchsvoller werden, sollte man feste Wanderschuhe tragen. Diese haben eine feste, dicke Sohle aus Kunststoff mit einem groben Profil. Ob Leder oder Kunststoff als Obermaterial ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass der Schuh vor Wasser schützt. Um Blasen zu vermeiden, gibt es Funktionssocken, die den Schweiß aufnehmen und die Füße trocken halten.

Auch bei der Kleidung gibt es einiges zu beachten. Funktionswäsche ist beim Wandern besser als Baumwolle. Baumwolle ist zwar angenehm zu tragen, aber der Stoff nimmt die Feuchtigkeit nur auf und gibt diese nicht schnell genug wieder ab. Die Folge: Man friert schneller.

Um die Füße zu entlasten, besonders beim Abstieg, sind Wanderstöcke hilfreich. Sie schonen die Gelenke und bieten zudem besseren Halt. Moderne Wanderstöcke sind meisten aus Carbon und sollten sich um rund drei Zentimeter biegen können. Griffe aus Kork und Neopren saugen im Vergleich zu Kunststoff den Schweiß von den Handflächen. Ein Wanderstock ist richtig eingestellt, wenn die Ellenbogen mit dem Oberarm einen rechten Winkel bilden.

Beim Rucksack ist darauf zu achten, dass dieser bequem sitzt und nicht zu schwer ist. Welchen Rucksack man nimmt, hängt von der geplanten Tour ab. Rucksäcke mit einem Netzsystem lassen den Schweiß schneller vom Rücken wegtrocknen. Der Nachteil an diesen Rücksäcken ist aber, dass der Schwerpunkt weiter vom Körper weg ist. Für längere Touren mit mehr Gepäck empfiehlt Michael Rathke einen Rucksack, der direkt auf dem Rücken liegt.

Die richtige Einstellung des Rucksacks ist wichtig. Dafür werden zunächst alle Riemen gelockert und individuell eingestellt. Der Hüftgurt sollte am Beckenknochen fest anliegen. Die Schultergurte werden so weit angezogen, dass die Polsterung der Gurte an der Achselhöhle endet. Falls der Rucksack beim Wandern zu sehr schaukelt, sollte der Rucksack näher an den Körper gezogen werden.

In den Rucksack sollten auf jeden Fall: eine Karte, Verpflegung, Erste-Hilfe-Set, Wechselklamotten und je nach Länge der Wanderung ein Biwaksack. Der Biwaksack hält den Körper in Notfallsituationen oder beim Schlafen auf dem Berg warm und benötigt nicht viel Platz.

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