Zellerberg / Ostallgäu
Waldorfschule soll 2010 eröffnen

Seit 2006 ist sie geplant, ab 2010 soll sie in Betrieb gehen - die Waldorfschule in Zellerberg. Das betonte Dr. Markus Gerum, Vorstandsmitglied des Vereins «Ita Wegmann Impuls Allgäu», der die Realisierung der Schule bislang vorangetrieben hat (Ita Wegmann war eine Wegbegleiterin des bekannten Anthroposophen Rudolf Steiner). «Nun sind wir darauf angewiesen, dass Eltern ihre Kinder anmelden.» 15 Kinder pro Klasse brauche man, um öffentliche Fördergelder für den Betrieb einer Schule zu bekommen. Gewünscht sind Anmeldungen für Kinder, die ab 2010 in die erste, zweite oder dritte Klasse gehen. «Wenn genügend Interesse da ist, gründen wir als Träger einen Schulverein», erläutert Gerum.

Gründungslehrer gesucht

Von der Zahl der Anmeldung hänge dann die Genehmigung seitens der Schulbehörden ab, die Schule zu eröffnen. Sobald 15 Kinder für mindestens eine Klasse eines Jahres beisammen sind, werde diese Genehmigung auch erteilt.

Des Weiteren sucht der Verein einen sogenannten Gründungslehrer, der dann quasi der Schulleiter ist. Abseits dessen hätten Fachlehrer, die auf Honorarbasis Unterricht erteilen, bereits ihr Interesse bekundet. «Wir wollen in diesem Zusammenhang eng mit der schon bestehenden Waldorfschule in Landsberg zusammenarbeiten.»

Froh um Folgenutzung

Die Gemeinde Rieden überlasse das Schulgebäude, die vor Jahren geschlossene und leer stehende Hauptschule Zellerberg, kostenlos dem Verein, erläutert Gerum weiter. Wie berichtet, war die Gemeinde froh um eine Folgenutzung der Schule. Der Gründungslehrer werde aus öffentlichen Zuschüssen und dem Schulgeld bezahlt, das etwa 250 bis 280 Euro pro Monat und Kind betragen soll.

Die Anreise müssen Eltern übrigens selbst organisieren. Es gebe aber auch staatliche Zuschüsse. In Landsberg beispielsweise hätten Eltern und Schule den Schulweg organisiert, «es gibt dort funktionierende Zubringer». Der Hausmeisterdienst, auch ein wichtiger Aspekt bei einer Schule, soll aus den Reihen der Mitglieder des Schulvereins abgedeckt werden. Zwar strebt Gerum, von Beruf Kinderarzt, langfristig eine Integration der Schule in den Waldorfschulenverband an.

«Zunächst handelt es sich aber um eine freie Einrichtung - ohne Ideologie.» Der Erfolg des Schulbesuches hänge vor allem auch davon ab, wie sich die Eltern einbringen. Langfristig sollen alle gängigen Schulabschlüsse an der Schule angeboten werden, auch das Abitur, für das man an einer Walddorfschule übrigens 13 Jahre - und nicht zwölf Jahre, wie an einem üblichen Gymnasium - braucht.

Anlässlich der anstehenden Schulgründung finden mehrere Informationsveranstaltungen statt: Am Mittwoch, 4. November, um 20 Uhr im Riedener Pfarrheim, am Dienstag, 17. November, um 20 Uhr im Kaufbeurer Medicenter (Gutenbergstraße), am Mittwoch, 25. November, um 20 Uhr in der Alten Post in Mindelheim und am Dienstag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Martinstherapeutikum in Marktoberdorf. Weitere Informationen gibt es unter (08247) 21420.

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