Böhen
Waldmühle wird kräftig aufgemöbelt

Das Jugendhaus «Waldmühle» wird in diesem Sommer zum zweiten Mal teilrenoviert. Am 27. Juli hat die erste Abbruchphase der Küche und des Speisesaals begonnen. Bis zum 30. August soll der zweite Teil der Umbaumaßnahmen (der erste fand im Jahre 2005 mit der Renovierung der Mädchenzimmer statt) abgeschlossen sein, da zu diesem Zeitpunkt schon die nächste Jugendgruppe angemeldet ist.

«Der bisherige Speisesaal ist zu klein und die Küche nicht mehr zeitgemäß», so Regina Erd von der Hauswirtschaftsleitung. In einem Monat Umbauzeit sollen eine neue Küche, eine separate Spülküche und ein größerer Speisesaal geschaffen werden. Ungewöhnlich an dem Umbauprojekt ist der hohe Anteil freiwilliger Helfer. Laut Erd erscheinen viele Freunde und Gönner der Waldmühle, um selbst Hand anzulegen. Die Hauswirtschaftsleiterin nimmt sich selbst nicht aus. Sie transportiert Bauschutt im Schubkarren ab.

Gesamtkosten liegen bei 410000 Euro

Die gesamten Kosten der beiden Umbauphasen aus dem Jahr 2005 und von 2009 belaufen sich laut Markus Weiland, der als Leiter der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit in Memmingen und Unterallgäu gleichzeitig Vorsitzender des Trägervereins «Jugendhaus Waldmühle» ist, auf 410000 Euro. 110000 Euro werden allein durch Spenden finanziert. Ein weiterer Teil wird durch Zuschüsse des Bayerischen Jugendrings, der Diözese Augsburg und des Landkreises Unterallgäu gedeckt. «Der eindeutige Löwenanteil wird über Spenden und Zuschüsse finanziert», so Weiland.

Genutzt wird die Waldmühle für Besinnungstage und Schullandaufenthalte, von Jugendgruppen und Ministranten ebenso wie von Familien, Firmlingen oder Pfarrgemeinderäten. Egal, welcher Herkunft, welcher Religion und welchen Alters - das Jugendhaus ist für alle offen, die sich an die Regeln für ein vernünftiges Zusammenleben halten. Laut Weiland sind rund 70 Prozent der Jugendhausgäste unter 21 Jahre alt.

Durchschnittlich kann das Jugendhaus «Waldmühle» eine jährliche Belegungszahl von rund 9000 Übernachtungen vorweisen. In der Blütezeit der Einrichtung waren es auch schon mal 9800 jährlich. «Seit dem Jahr 2006 spüren wir einen Abwärtstrend in der Belegung», sagt Vorsitzender Weiland, «im Jahr 2008 hatten wir eine sehr geringe Bettenauslastung von nur 7003».

Mit dem Umbau soll die Kapazität des Hauses von 55 auf dann 65 Betten aufgestockt werden, sodass es besser als bisher möglich sein wird, etwa zwei Schulklassen mit 30 Schülern parallel aufzunehmen. «Bisher war das andere Drittel des Hauses oft leer gestanden», so Markus Weiland zu den möglichen Ursachen der zuletzt rückläufigen Belegungsdichte. Nach der Renovierung will man wieder auf eine Belegung zwischen 8500 und 9000 Gästen jährlich kommen.

Das Jugendhaus «Waldmühle» beschäftigt aktuell drei Hauswirtschafterinnen, eine Bürokraft und einen Zivildienstleistenden.

Weitere Informationen unter

www. waldmuehle.de

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