Waldbesitzer freuen sich über Naturverjüngung

Blaichach | oh | Begeistert haben sich die Jagdgenossen aus Blaichach bei einer Waldbegehung über den Zustand des heimischen Forsts gezeigt. Unter dem Schutz der Altbäume kommen unzählige kleine Fichten, Tannen und Buchen hoch. 'Ein Wald voller Denkmäler', bilanzierte Revierförster Andreas Fisel vom Amt für Landwirtschaft und Forsten die Exkursion. Der Inspektions-Rundgang war angesetzt worden, nachdem es nun zehn Jahre her ist, dass die Blaichacher Waldbesitzer die Jagd in Eigenregie übernahmen.

1998 hohe Wildbestände

Rückblende in das Jahr 1998: Nach Darstellung der Jagdgenossenschaft verhinderten überhöhte Wildbestände auf großen Flächen das Aufkommen junger Bäume. Unzufriedenheit machte sich breit. Einige Waldbesitzer forderten, den auslaufenden Vertrag mit dem Jagdpächter nicht mehr zu verlängern. Stattdessen wollten sie die Jagd selbst ausüben, um eigenverantwortlich den Wildbestand regeln zu können. 'Eigenbewirtschaftung' nennt sich dies im Fachjargon.

Andere Grundstücksbesitzer äußerten Bedenken. Sie befürchteten, bei einer Eigenjagd auf Pachtzahlungen verzichten zu müssen. Schließlich kam es bei einer Jagdversammlung vor zehn Jahren zur Kampfabstimmung: Mit knapper Mehrheit fiel die Entscheidung zugunsten der 'Eigenbewirtschaftung'.

Zur Waldbegehung jetzt hieß Jagdvorstand Herbert Möslang mehr als 40 Waldbesitzer und den Blaichacher Bürgermeister Otto Steiger willkommen. 'Eine Erfolgsgeschichte' sei die Jagd-Eigenbewirtschaftung geworden, bestätigte Revierförster Fisel. Dank einer konsequenten Bejagung von Rehen, Hirschen und Gämsen hätten sich auf natürliche Weise Fichten, Weißtannen und Buchen unter dem Schutz der Altbäume eingestellt.

Die Einsparungen für die Waldbesitzer seien enorm, erklärte der Forstmann. Während für gepflanzte Kulturen samt der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss Kosten zwischen 4000 und 10 000 Euro je Hektar entstünden, sei die Naturverjüngung gänzlich gratis. Zudem fördere der Freistaat Bayern die Mischwald-Verjüngungen mit bis zu 1500 Euro je Hektar, fügte Fisel hinzu.

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