Wald wächst auch mit Wild

Sonthofen/Allgäu (elm). Mehr Gelassenheit beim Thema Wildverbiss und weniger Gängelung von Jägern und Waldbesitzern forderten Schwabens Waidmänner bei einer Bezirksversammlung des Landesjagdverbands Bayern in Sonthofen.

Bezirksvorsitzender Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein und der Oberallgäuer Kreisvorsitzende Manfred Kurrle sprachen von 'willkürlichen Forderungen, die nichts mit der Realität zu tun haben'. Wie berichtet, verlangen Forst- und Jagdbehörden nach dem Vegetationsgutachten 2006 höhere Abschusszahlen für Rehwild, um so die Entwicklung gesunder Mischwälder zu fördern. Das Gutachten hatte gegenüber der Vorgänger-Studie von 2003 mehr Verbissschäden festgestellt.

Der Jagdverband sieht freilich in den neuen Abschussplänen 'planwirtschaftlichen Dirigismus' und eine Gängelung der Hegeringe: Waldbesitzer und Jäger vor Ort wüssten in der Regel alleine, wie Probleme zu lösen seien. Die Waldfläche in Bayern nehme Jahr für Jahr zu. Es gebe zwar Flächen, wo Verbiss ein Problem ist: 'Da muss man schießen', sagte Wallerstein. Aber das dürfe man nicht verallgemeinern. In der Regel sei Verbiss nur ein Faktor von vielen, die dazu führen, dass nicht aus jedem Sämling ein Baum werde. 'Der Wald wächst auch mit Wild, wenn man es in Ruhe lässt', erklärte Wallerstein. Tourismus, Trendsportarten und intensive Landwirtschaft trügen stark dazu bei, dass Wild im Wald fresse, statt auf seine angestammten Äsungsflächen zu gehen. Dies sollte man mehr beachten und gemeinsam intelligente Lösungen suchen.

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