Fernsehen
Waigel in BR-Sendung "Mama Bavaria": den Leuten geht es heute "nicht schlechter als vor 20 Jahren"

Theo Waigel (links) und Alexander Hold
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  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Holger Mock

Zwei Allgäuer waren am Donnerstag Abend in der BR-Satiresendung "Mama Bavaria" zu Gast: Theo Waigel, der seit vielen Jahren in Seeg (Landkreis Ostallgäu) lebt, ehemals Bundesfinanzminister und CSU-Vorsitzender, und Alexander Hold, Jurist, Fernsehrichter und Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Neben vielen humorvollen Sprüchen und Geflirte mit Mama Bavaria hatten beide auch durchaus politische Botschaften dabei.

Waigel, mittlerweile 80 Jahre alt, aber immer noch gefragter Redner und Talkshowgast, zum Thema "Sparen": "Beim Bier tät ich nicht sparen, aber sonst, bei allen Ausgaben geht es den Leuten heute nicht schlechter als vor 20 Jahren." Waigel, der als Vater des Euro gilt, unter anderem weil er die Bezeichung "Euro" 1995 im Europäischen Rat als Vorschlag eingebracht hat, zum Thema Geldwert und Währungsstabilität: "Die D-Mark und der Euro sind weiterhin stabil."

Alexander Hold (57) sprach mit "Mama Bavaria" unter anderem über Mafia-Unterwanderungen im Allgäu. Launiger Einstieg der Moderatorin, Kabarettistin Luise Kinseher: "Das Allgäu ist das Sizilien Bayerns, warum soll's die Mafia nicht auch mal schön haben?" Hold, in den 90ern jahrelang tätig als Staatsanwalt in Kempten in der Abteilung "Organisierte Kriminalität", antwortete mit durchaus handfesten Mafia-Anekdoten aus seiner Dienstzeit. So habe man in seiner Dienststelle einst festgestellt, dass die Mafia versucht habe, Schreibkräfte in die Staatsanwaltschaft einzuschleusen. Er und seine Kollegen hätten daraufhin erstmals eigene Computer bekommen und das Schreiben auf der Tastatur gelernt, "damit niemand anders außer uns selbst mitbekommt, was wir für Briefe loslassen". 

In Sonthofen sei er jahrelang mit Richterkollegen Essen beim Italiener gewesen, "bis wir mitbekommen haben: Wir waren bei 'la familia' immer zum Mittagessen." Inzwischen sei das Thema "Mafia" aber kein reines Allgäuer Phänomen mehr.

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