Nesselwang / Ostallgäu
Vorstoß für neue Auffahrt

«Wir sind seit drei Jahrzehnten gebeutelt vom Durchgangsverkehr. Jetzt haben wir die Chance, durch einen Nachschlag wesentliche Verbesserungen zu erreichen.» Der Nachschlag - damit meint Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart den Bau einer zusätzlichen A7-Auffahrt nahe Enzenstetten. Diese würde nicht nur die Marktgemeinde erheblich vom Durchgangsverkehr entlasten, sondern auch Attlesee sowie den Orten Pfronten, Hopferau und Seeg Vorteile bringen. «Denn dadurch kommen Bürger und Urlauber direkt zur Autobahn.»

Allein den Schwerlastverkehr, der vom Pfrontener Deckel-Maho-Werk an jedem Werktag auf dem Weg zur Autobahn durch Nesselwang rollt, taxiert Erhart auf 200 Lastwagen. Urlauber auf dem Weg in die Nachbargemeinde und ins Tannheimer Tal nähmen ebenfalls diese Route - «trotz neuer A7».

Um den Autobahnbau nicht zu gefährden, habe Nesselwang seinen «Herzenswunsch» so lange zurückgehalten, erläutert Erhart. «Das war eine Art Stillhalteabkommen.» Doch nun sei es an der Zeit, das Thema anzugehen.

Dass eine Auffahrt im Bereich Enzenstetten in schwierigem Terrain erfolgen müsse und zusätzlichen Bodenverlust für die durch die Autobahn schon belasteten Landwirte bedeuten würde, ist dem Rathauschef bewusst. Dennoch hofft er auf Verständnis. Auch für die Finanzierung des Millionen-Projektes gebe es eine Lösung, ist er sicher.

Keine Alternative biete die geplante Südumfahrung Nesselwangs. Denn gegen das Vorhaben (Kosten: rund 7,5 Millionen Euro) läuft derzeit eine Normenkontrollklage vor dem Verwaltungsgerichtshof. «Hier passiert frühestens in fünf Jahren etwas», schätzt Erhart - «wenn überhaupt.» Rückenwind erhält er von seinem Pfrontener Amtskollegen. «Ich würde diesen Anschluss begrüßen», kündigt Beppo Zeislmeier Unterstützung an. Er rät aber, zunächst die Wirkung des A7-Lückenschlusses abzuwarten.

Zurückhaltend steht dem Ansinnen dagegen Seegs Bürgermeister Georg Rinderle gegenüber. «Wir wollten damals eine Auffahrt am provisorischen A7-Ende bei Lachen», erläutert er. «Doch da hieß es, die sei zu nah an der jetzigen Auffahrt Nesselwang dran.»

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