Hofreiter-Tunnel
Vorsitzender des Bundes-Verkehrsausschusses bei einem Informationsgespräch in Fischen

Zu einem Informationsgespräch traf sich Fischens Bürgermeister Edgar Rölz mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages Dr. Toni Hofreiter, dem Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart und Kommunalpolitikern der Oberallgäuer Grünen. Wobei es laut einer Pressemitteilung der Partei in erster Linie um die Verkehrsbelastung der B 19 und um die von der Gemeinde favorisierte Tunnellösung ging. Rölz hält eine Verkehrsentlastung (die Gemeinde lässt am 9. Dezember per Ratsentscheid über das 24-Millionen-Projekt abstimmen – ebenso wie über eine Planung für den Ortsteil Langenwang) für dringend notwendig.

Rölz: 'Verkehr macht Ort kaputt'

'Der Verkehr macht den Ort kaputt', beklagte Rölz die Lärm- und Abgasbelästigung. Die B19 zwischen Sonthofen und dem Geiger-Kreisel vor Oberstdorf sei nicht mehr leistungsfähig genug. Grundsätzlich seien Entlastungen wünschenswert, so Hofreiter.

Er konnte aber wenig Hoffnung auf eine schnelle Finanzierung machen, da 'einer gigantischen Ansammlung von Projekten ein chronisch unterfinanzierter Verkehrswegeplan gegenübersteht'. Selbst bei Projekten, die im vordringlichen Bedarf stehen, könne es zu Wartezeiten bis zu 20 Jahren kommen.

Unabhängig davon, wer gerade in Berlin regiert. Hofreiter plädiert darum über Alternativen nachzudenken, vorrangig für den Ausbau von verkehrslenkenden Maßnahmen und den Ausbau des ÖPNV.

Auch Rölz ist die Situation bewusst. Er möchte jedoch endlich vorankommen: 'Darum sollen die Bürgerschaft entscheiden, ob alles so bleibt oder die Tunnellösung weiter verfolgt werden soll'. Dann müsse Baurecht geschaffen und geschaut werden, wie man das Projekt schnell realisieren kann.

Die Grünen sehen – alleine mit einem schnelleren Durchfluss in Fischen – die Verkehrsprobleme im südlichen Oberallgäu nicht gelöst.

Zumal eine Realisierung in weiter Ferne steht. Werden die Bergbahnpläne im Kleinwalsertal verwirklicht, verstärke sich der Verkehr auf der B 19 und den Ausweichstrecken, so die Befürchtungen der Oberstdorfer Gemeinderäte Siegmund Rohrmoser und Bergith Hornbacher-Burgstaller. Sie fordern eine stärkere Lenkung und Reduzierung des Tagesausflugsverkehrs.

Wie weit eine Tourismusregion auf die Tagesausflügler verzichten kann, hält Rölz für 'schwierig'.

Thema waren auch die Probleme der Gemeinde mit der Deutschen Bahn. Hofreiter (ehemals im Aufsichtsrat der DB) konnte davon ein Lied singen. 'Die Bahn hat kein Verständnis für die Belange der Gemeinden', bot er Hilfe bei 'schwierigen Fällen' an.

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