Badevergnügen
Vorsicht vor dem Sprung ins Nass

Die hochsommerlichen Temperaturen laden zum kühlen Badevergnügen ein. Damit dieses nicht in einer Katastrophe endet, warnt Dr. Wolfgang Schnitzler, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie sowie Leiter des Traumazentrums am Klinikum Kaufbeuren, eindringlich vor den Gefahren, die damit verbunden sein können.

'Vorsicht vor einem Kopfsprung in unbekanntes Gewässer! Egal wie lässig so ein Kopfsprung auch aussehen mag, wer das Wasser nicht kennt, riskiert seine Gesundheit und unter Umständen sogar sein Leben", so Schnitzler. Jedes Jahr aufs Neue seien schwerste Verletzungen zu verzeichnen, weil Badende die Gefahren eines Sprungs ins flache Wasser unterschätzten.

Wer mit dem Kopf auf Grund stoße, riskiere schwerste Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, die Querschnittslähmungen und sogar den Tod zur Folge haben könnten, warnt Schnitzler. Auch im Schwimmbad sollte man nur an den dafür vorgesehenen Bereichen einen Kopfsprung wagen. Gerade Kinder übten oftmals Kopfsprünge dort, wo die Wassertiefe eigentlich nicht ausreichend ist.

Generell rät Schnitzler von Sprüngen in trübes, unbekanntes Wasser ab. Auch mit den Füßen voraus: 'Wenn man nicht auf den Grund sehen kann, geht man immer ein gewisses Risiko ein, weil man weder die Tiefe noch den Untergrund einschätzen kann." Denn es bestehe immer auch die Gefahr, sich an Glasscherben oder anderen Gegenständen zu verletzen.

Sollte man sich dennoch verletzt haben, rät Schnitzler grundsätzlich dazu, einen Arzt aufzusuchen. 'Ein Arzt kann die Harmlosigkeit einer Verletzung bestätigen, erkennt aber rechtzeitig, wenn Gefahr besteht." Denn auch kleine Wunden könnten sich infizieren. Zur ersten Hilfe sollten alle Wunden lediglich steril abgedeckt und verbunden werden. Das Auftragen jeglicher Art von Wund- und Heilsalben seien bei frischen Wunden nicht sinnvoll. Mit einem Arztbesuch ist man immer auf der sicheren Seite.

Generell sei zu sagen, wer sich beim Baden an die allgemeingültigen Baderegeln der DLRG und Wasserwacht halte, könne davon ausgehen, dass er beim Schwimmen und Plantschen keine böse Überraschung, sondern Wasserspaß pur erlebt.

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