Zensus 2011
Vorsicht - falsche Interviewer unterwegs

Ab dem 9. Mai sind für den Zensus bundesweit 80.000 Interviewer unterwegs. Es wird befürchtet, dass auch viele Betrüger mit falschen Zensus-Ausweisen unterwegs sein werden. Lesen Sie hier, wie Sie sich am besten schützen können. Obwohl die Interviewer sich vor Beginn ihrer Tätigkeit schriftlich verpflichten müssen, das Statistikgeheimnis zu wahren, und bei einem Verstoß auch mit Geld- oder Freiheitsstrafe belegt werden, befürchtet man, dass Kriminelle oder Rechtsextreme den Zensus für ihre Zwecke nutzen könnten.

Ein Bewerber für den Job als Interviewer muss nämlich beispielsweise kein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Auch dürfen die Bewerber nicht nach Vorstrafen oder politischer Gesinnung gefragt werden. Die Erhebungsstellen sind also bei der Auswahl ihrer Interviewer auf den äußeren Anschein angewiesen.

Rechtsextreme unterwegs

Die rechtsextreme NPD hat nach einem Bericht von Spiegel-Online ihre Mitglieder bundesweit dazu aufgerufen, sich als Interviewer für den Zensus 2011 zu melden und die Daten und Ergebnisse der Befragungen der NPD zur Verfügung zu stellen.

Zudem ist damit zu rechnen, dass auch Kriminelle – Betrüger, Einbrecher u.s.w. – versuchen werden, die Volkszählung für ihre Zwecke zu missbrauchen. Um einen Missbrauch durch Betrüger zu verhindern, sollten Sie aufmerksam sein und bestimmte Tipps beherzigen:

  • Steht ein Interviewer vor Ihrer Haustür, lassen Sie sich unbedingt seinen Zensus-Ausweis sowie den Personalausweis zeigen und kontrollieren Sie diese sorgfältig! Jeder Erhebungsbeauftragte erhält einen speziellen Ausweis, der nicht nur Name, Anschrift und Geburtsdatum, sondern auch das Zensus-Logo, das Wappen des Bundeslandes und die Unterschrift des Erhebungsstellenleiters trägt. Außerdem ist der Ausweis gesiegelt.
  • Beachten Sie auch, dass sich die Interviewer etwa eine Woche vor ihrem Besuch mit einem Flyer im Briefkasten und einem konkreten Terminvorschlag bei Ihnen ankündigen!
  • Haben Sie Zweifel an der Seriosität des Interviewers, lassen Sie diesen auf keinen Fall in Ihre Wohnung oder Ihr Haus! Sie sind nicht dazu verpflichtet und können die Fragen auch im Hausflur oder vor der Haustür beantworten. Auch sind Sie nicht dazu verpflichtet, überhaupt mit dem Interviewer zu sprechen. Sie können sich den Fragebogen auch aushändigen lassen, ihn allein und in Ruhe ausfüllen und anschließend mit der Post versenden oder das Online-Formular nutzen.

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