Vorerst 15 000 Euro für Kirchenrenovierung

Jengen | maf | Mit großen Summen hat es derzeit Albert Wolgschaft zu tun - allerdings wider Willen. Denn der Beckstettener Kirchenpfleger muss momentan die Sanierung der der dortigen Pfarrkirche vorbereiten und Geld für die voraussichtlich 300 000 Euro teuren Arbeiten beschaffen. Auch die politische Gemeinde will einen Zuschuss geben.

Vor allem das Dach der Pfarrkirche St. Agatha bereitet Sorgen. Die hölzernen Fußpfetten, die auf den Außenmauern aufliegen und die Dachkonstruktion tragen, seien völlig verfault. Deshalb drücke das Gewicht des Daches auf die Mauern und verschiebe diese, erläuterte Wolgschaft den Räten. Diese Arbeiten seien bei den Sanierungen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf die lange Bank geschoben worden und jetzt umso dringlicher.

'Am einfachsten wäre es, das ganze Dach neu zu machen', so der Kirchenplfeger. Doch der Dachstuhl aus dem 16. Jahrhundert darf aus Gründen des Denkmalschutzes nicht beseitigt werden. Deshalb seien sehr aufwändige Arbeiten notwendig, die Spezialfirmen übernehmen müssen. An Arbeitsleistung könne die Pfarrgemeinde relativ wenig leisten. Weil das Gotteshaus für diese Arbeiten komplett eingerüstet werden muss, soll die Kirche neben weiteren Sanierungsarbeiten auch neu gestrichen werden.

Die bischöfliche Finanzkammer in Augsburg hat bisher einen Zuschuss von 150 000 Euro zugesagt. Außerdem habe die Kirchenstiftung durch einen vermehrten Holzeinschlag und andere Einnahmen ein Finanzpolster von gut 80 000 Euro geschaffen, so Wolgschaft. Bürgermeister Franz Hauck schlug vor, dass die Gemeinde - wie üblich - einen Zuschuss von zehn Prozent der nicht durch Zuschüsse gedeckten Kosten leistet - also 15 000 Euro.

Johann Negele wandte ein, dass die Pfarrgemeinde Beckstetten durch die Trägerschaft des dortigen Kindergartens die Gemeinde finanziell stark entlaste. Deshalb forderte er einen Zuschuss von 25 000 Euro. Zweiter Bürgermeister Hermann Mayr und andere Räte widersprachen ihm und forderten eine Gleichbehandlung aller Pfarrgemeinden in der Kommune. Schließlich wurde der Beckstettener Pfarrgemeinde ein Zuschuss von 15 000 Euro zugesagt. Je nach tatsächlichem Finanzbedarf und den endgültigen Zuschusszusagen von Diözese, Landkreis, Landesamt für Denkmalpflege soll dann ein endgültiger Förderbetrag der Gemeinde festgelegt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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