Immenstadt
«Vorbildlich» auf eine veränderte Zeit reagiert

Der neue Text zum alten Schlager besaß Symbolkraft. «Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Schule nicht», sangen die acht Mädels der «AG Musik». Und nicht minder zuversichtlich gaben sich die Redner am Festabend zum 40. Geburtstag der Hauptschule Immenstadt. Die Schule werde versuchen, am Ball zu bleiben, «damit sie auch künftig ein wichtiges Standbein der Immenstädter Schullandschaft sein kann», unterstrich Rektor Wolfgang Knoll in seiner Festrede.

Dass dafür die Chancen offensichtlich gut stehen, bestätigte Schulrat Paul Mögele. Er lobte die «vorbildliche Weise», mit der die Hauptschule auf veränderte Ausgangsbedingungen wie rückläufige Schülerzahlen, steigende berufliche Anforderungen und ein anderes Sozialverhalten der Schüler reagiere. Die Antwort der Schule lasse sich unter der Abkürzung «ABS» für umfassende individuelle Ausbildungszeiten, praxisnahe Berufsorientierung und zunehmend notwendige Sozialkompetenz zusammenfassen. Die Schule erfülle alle Kriterien, die an eine moderne Mittelschule gestellt werden. Die finanziellen Belastungen, die mit dem Ausbau zu einer Mittelschule inklusive Ganztagsbetreuung und Mensa auf die Gemeinden zukommen, sieht Bürgermeister Armin Schaupp mit einem sorgenvollen Blick. Irgendwann «geht uns die Luft aus».

Die Veränderungen seien nur zu schaffen, wenn die Kommunen «gewaltig» unterstützt würden. Kreisrat Thomas Wurmbäck gratulierte der Hauptschule im Namen des Landkreises. Sie trage dazu bei, dass die Jugendlichen die Welt verstehen, in die sie hineinwachsen. «Hier haben sich immer alle engagiert, dass die Schüler mit den besten Startbedingungen ins weitere Leben entlassen werden konnten.»

Hatten die Schüler bereits am Festabend mit Musik und Tanz einen Einblick in das vielfältige Schulleben gewährt, so konnten sich die Besucher am «Tag der offenen Tür» einen Eindruck vom kompletten Lehrprogramm verschaffen.

Das reichte vom Schachspiel für jedermann mit großen und kleinen Figuren über spannende Versuche der Physiker, Chemiker und Biologen bis hin zu afrikanischen Trommeln und ägyptischen Hieroglyphen. In der Grüntenhalle zeigten die Sportler, wie perfekt sie an Trapez und Boden turnen oder auf dem Einrad balancieren können. Als ausgesprochen beliebt erwies sich der Sanitätsraum: Hier konnten sich mutige Schüler grässliche Wunden schminken lassen. Ursula Hanke, Leiterin des Jugendrotkreuz und ehemalige Hauptschülerin, verpasste den «Opfern» mit Vaseline, Kitt und viel roter Farbe je nach Wunsch Schnitt-, Schuss- oder Brandwunden. «Sieht cool aus», freute sich der zehnjährige Simon über die «Brandblasen» auf seinem Arm. Und die gleichaltrige Lena wollte ihre erschreckende «Schnittwunde» auf dem Handrücken so lange behalten, «bis es wieder abgeht».

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