Segnung
Vor Hochwasser geschützt

In zwei Bauabschnitten stellte die Gemeinde Günzach den Hochwasserschutz ihres Ortsteils Sellthüren her. Nach erfolgter Fertigstellung des zweiten Teils nahmen Bürgermeisterin Brigitte Schröder und geladene Gäste die Anlagen in Betrieb. Schröder erinnerte, dass die beiden Hochwasserlagen 2002 viel Schaden anrichteten, die Kapelle war einen Meter unter Wasser. Sofort kam der Ruf nach einem effektiven Hochwasserschutz des Ortes, und der Gemeinderat gab grünes Licht. Schon ein Jahr später gab es laut Rathauschefin «die ersten Bremser». Der Rat ließ sich nicht beirren und verfolgte das Beschlossene.

Die Eingriffe in die Natur wurden mit flachen Flutmulden um das Dorf, einer Unterquerung der Hauptstraße und einem großen Betonkanal im Ort gering gehalten. Obwohl man jetzt gegen Überflutung geschützt sei, wünschten alle Redner, dass Sellthüren vor Regenfluten verschont bleiben möge. Das Gemeindeoberhaupt dankte besonders den Grundeigentümern, durch deren Entgegenkommen diese Lösung ermöglicht wurde. Ein noch weitergehender Schutz scheiterte an Grund und Boden. Sie bedankte sich auch beim Wasserwirtschaftsamt Kempten, dem Landratsamt Ostallgäu und den Baufirmen.

Immense Schäden in der Vergangenheit angerichtet

Stellvertretender Landrat Alexander Müller stellte fest, dass auch im Landkreis immer öfter Hochwasserlagen teils immense Schäden anrichteten. Maßnahmen seien unter anderem der Bau von Dämmen und Flutmulden, um auch die Unterlieger zu schützen. Martin Mohr vom Wasserwirtschaftsamt betonte, dass die Maßnahmen in Sellthüren mit 40 Prozent bezuschusst wurden. Er sprach von einer «eleganten Flutmuldenlösung», die er künftig anderen betroffenen Gemeinden als gute Lösungsmöglichkeit aufzeigen werde.

Planer Hubert Jellen (Kempten) erinnerte daran, dass der Dorfbach 2002 das Regenwasser nicht mehr ableiten konnte. In den vergangenen fünf Jahren wurde das Schutzkonzept mit Flutmulden und einem Kanal zur Hochwasserentlastung umgesetzt. Es wurden 430 Meter Stahlbetonrohre verlegt, 4000 Kubikmeter Erde abgetragen und rund 8500 Quadratmeter Oberbodenarbeiten durchgeführt.

Dennoch sind diese Eingriffe vom Betrachter kaum zu bemerken. Pater Christopher erteilte dem Bauwerk abschließend den Segen.

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