Immenstadt
Von märchenhaften Brüdern bis Psychokrieg

Mit zwei ungewöhnlichen Aufführungen zu Beginn der 41. Theatersaison will die Kulturgemeinschaft Oberallgäu ein breites Publikum ansprechen. In dem Schauspiel mit Musik «Die Nelson-Mandela-Story. Endlich frei» verkörpert Ron Williams am 20. September den legendären Politiker. Ein weiterer Höhepunkt des Programms mit neun Theaterabenden zwischen September und Mai ist die Bühnenfassung des erfolgreichen Krimis «Tannöd» von Andrea Maria Schenkel am 11. Oktober. Sie hat in ihrem Stück den bis heute nicht aufgeklärten Sechsfach-Mord in Hinterkaifeck thematisiert.

Autorin und Schauspielerin Dagmar Papula vom Theater «Shakespeare und Partner» schrieb das Schauspiel über «Die Brüder Grimm» (16. November) - eine Lebensbeschreibung der «märchenhaften» Brüder Jacob und Wilhelm. Das Stück wurde von der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen («Inthega») mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. «Die lustigen Weiber von Windsor» werden am 3. Dezember den Hofgarten bevölkern. Die Shakespeare-Komödie wird vom renommierten «Theater des Ostens» inszeniert.

Das übermütige Lustspiel um die verführerische «Mirandolina» von Carlo Goldoni wird am 11. Januar 2010 zu sehen sein. Mit einem veritablen Klassiker treten die «Theatergastspiele Kempf» am 4. Februar an: «Die Räuber» von Friedrich Schiller sind das Erstlingswerk des großen deutschen Dichters, der vor 250 Jahren starb.

Das Schauspiel sorgte damals für lebhafte Diskussionen und ist auch heute noch in seinen Grundzügen aktuell. Am 25. März zeigt «Theaterlust» die romantische Komödie «Romance in D», die der amerikanische Erfolgsautor James Sherman verfasst hat.

Hervorragende Kritiken erhielt die «Die Grönholm-Methode», ein Stück über einen Psychokrieg in einer Firma. Geschrieben von dem Spanier Jordi Galceran, spielt es -2008 mit dem «Inthega-Preis» ausgezeichnet - in Stockholm. Die Aufführung ist am 17. April. Romantisch wird es wieder am 6. Mai zum Saisonschluss mit der Komödie «Verzauberter April». Vier englische Ladys reisen ins sonnige Italien und zum eigenen Ich. Elisabeth von Arnim schrieb das Stück.

«Die Tontechniker der Tourneetheater haben uns versichert, dass die Halle gegenüber anderen Spielstätten auch jetzt keine akustischen Mängel aufweist», berichtet Gunther le Maire, Geschäftsführer der Kulturgemeinschaft. Die neun Aufführungen zwischen September 2009 und Mai 2010 stünden in ihrer Qualität Großstadttheatern nicht nach, so le Maire. Das Theater im Hofgarten gehöre zu den «interessanten Angeboten der Lebensqualität in unserem Raum». Ein Abo sei um rund 40 Prozent günstiger als neun Einzelkarten und ermögliche einen selbst gewählten Stammplatz für die Saison.

Auskunft zu Karten und Abos: Wiltrud Haas, Telefon 08323/8372, Karten im Vorverkauf gibt es in der Gästeinformation Immenstadt, Telefon 08323/914-176.

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