Füssen
Von lahmenden Lehrern, tierischen Begleitern und würdevollem Altern

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Zwei Tage lang haben wieder einmal die Laufsportler das Geschehen in Füssen beherrscht und reihenweise Rekorde purzeln lassen. Insgesamt 1600 Läufer waren in der Stadt unterwegs und haben nicht nur sportlich Geschichte geschrieben. Ein nicht immer ernster Überblick:

Lahmende Lehrer: Einen besonderen Wettkampf lieferten sich die Lehrer aus Füssen mit ihren Schülern - mit klarem Sieg für die Jugend. Während die Schüler über die zehn Kilometer in Staffeln liefen, mussten die Lehrer die komplette Distanz allein laufen. Und erlebten eine Niederlage. «Noch vor Ende der ersten Runde hat mich mein Schüler um Erlaubnis gebeten, endlich durchstarten zu dürfen», verriet Stefan Wettschureck von der Realschule. Kollege Christian Frey vom SFZ ging es nicht anders. Doch auch in der Niederlage zeigten die Lehrer Größe: Dafür, dass man sie ziemlich alt hat aussehen lassen, wird es keine schlechteren Noten geben.

Königlicher Renner: Martin Schöll aus Augsburg kann vom Laufen nicht genug bekommen: Als regelmäßiger Gast in Füssen lief er am Samstag zunächst den Halbmarathon - aber nur zum Warmmachen. Denn den Marathon wollte sich der Fan des Füssener Laufs nicht nehmen lassen - so stand er auch am Sonntag wieder am Start. Auffällig: Er läuft seit jeher in exotischem Bayern-Gewand mit Hut. Und warum? «Ich zolle damit dem König und der bayerischen Landschaft meinen Respekt», sagt er.

Tierisches Tempo: Mike Fischer aus Essen wollte den Halbmarathon offenbar nicht alleine laufen, also hat er Jamal mitgenommen - seinen Huskymischling. Der Hund machte seinem Herrchen auch richtig Beine, nur die Richtung stimmte nicht immer. Obwohl er an der Leine lief, erlaubte er sich die eine oder andere Ruhephase: Bei einem Bad im See oder einer kurzen Pinkelpause.

«Nach einer Runde habe ich Jamal dann bei meiner Frau abgegeben», sagt Fischer. Auch, weil ihm die Arme schwer wurden, im Gegensatz zu den Beinen: Mit 2:09,53 Stunden war er gut unterwegs.

Schönes Geschenk: So macht Älterwerden richtig Spaß: Einen Tag vor ihrem Geburtstag hat sich Roswitha Winkler selbst beschenkt: mit einem Sieg im Halbmarathon. Was der Allgäuerin aus Leutkirch dabei am meisten gefallen dürfte: Mit ihren nun 51 Jahren hat sie die junge Konkurrenz ganz schön alt aussehen lassen. Herzlichen Glückwunsch.

Arme Organisatoren: Für neue Rekorde loben Organisatoren gerne eine Prämie aus - meist in der Hoffnung, sie nicht ausbezahlen zu müssen. Herbert Hiemer aber musste den Geldbeutel gleich dreimal öffnen. «Ihr lauft die Organisatoren arm», sagte Moderator Martin Harbauer.

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