Lindenberg
Von Huigarte und Hostube

«Hoigarte, huigarta, hoiggade. Es ist lustig, wenn man sieht, wie verschieden der Name auf den Plakaten geschrieben wird», sagt Robert Graf, Mitglied von «DLindenberger Huigarte-Musik». Der Name der Gruppe steht in erster Linie für Gemütlichkeit. Entstanden ist er ganz spontan kurz vor dem ersten Auftritt 1994 bei einer musikalischen «Hostube».

Ob Huigarte oder Hostube - der Sinn ist der gleiche: gemütliches Beisammensein entweder ohne, - oder wie hier - mit Musik. In solch einer Runde wollen sich die Menschen natürlich in Ruhe unterhalten. Deswegen verzichten die sechs Musikanten der Lindenberger «Huigarte-Musik» nach Möglichkeit auf den Verstärker. «Weil dann die Musik nicht so laut und dominant ist», erklärt Robert Graf.

Zum Repertoire der sechs Westallgäuer gehören hauptsächlich traditionelle, alpenländische Stücke. «Mir selber macht es Riesenspaß bei der Huigarte-Musik zu spielen,» meint Robert Graf, «weil ich Volkstänze und Volksmusik mag». Er meint damit jedoch nicht jene volkstümlichen Lieder, die den Musikantenstadl zum Schunkeln bringen.

Ruhigere Töne anschlagen

Bis auf Eugen Schädler aus Röthenbach stammen alle Huigarte-Musiker aus Lindenberg und spielen in der Stadtkapelle. Während sie dort jedoch konzertante Musik und Stimmungslieder einüben, schlagen sie bei ihren Huigarte-Auftritten ruhigere Töne an. «In der Musikkapelle sind viele junge Leute, die eher moderne Stücke zum Besten geben wollen. Da ist es schön, wenn man auch mal traditionellere Sachen spielen kann», meint Robert Graf.

Neben den Auftritten auf Veranstaltungen wie zuletzt beim Ellhofener Starkbierfest, sind die Mitglieder der Gruppe auch als Weisenbläser unterwegs. Dazu geht es mit Horn, Tuba und Trompete in die Berge, um hier klangvolle Weisen aufzuspielen. Bei guter Intonation und dem richtigen Standpunkt werden die Musiker mit einem tollen Echo belohnt.

Doch ob bei Volkstänzen oder Weisenblasen, das Wichtigste ist, dass man gut huigarte kann - oder hoigadde, oder hostube. «Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Namen so noch mal wählen würden», meint Robert Graf amüsiert «wenn man bedenkt, für wie viel Verwirrung er schon gesorgt hat.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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