Von gefährlichen Stellen, Lücken im Wegenetz und Autos als Hindernis

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Kempten | sf | Kempten will seinen Ruf als Fahrrad-freundliche Stadt stärken. Deshalb gibt die Stadt im Sommer einen Radwege-Plan heraus und eine eigene Kommission beschäftigt sich mit Vorschlägen für eine Verbesserung der Radwege. Dennoch: Es gibt noch einiges zu tun, finden unsere Leser, die wir um Anregungen baten.

Zahlreiche Briefe, Mails und Faxe bestätigen, dass Radfahren in der Stadt ein Thema ist. Viele lobten dabei das Radwege-System in Kempten. Allerdings gingen auch eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen ein. Die legten wir dem Leiter des Tiefbauamts, Markus Wiedemann, vor, der versprach, sie zu prüfen. Hier einige Beispiele:

lFüssener Straße: 'Lebensgefährlich' nennt AZ-Leser Hans Lindemann den Radweg gegenüber der ehemaligen Spinnerei: Dort verläuft der Weg zwischen Parkbuchten und Gehsteig. Beifahrer, die die Radler nicht sehen, öffneten die Autotür und aus Einfahrten kämen Autos.

l Markus Wiedemann kennt das Problem. Aber: 'Da gibt es derzeit keine Lösung.' Die Platzverhältnisse seien zu beengt für einen Radweg zwischen Parkbuchten und Straße.

l Schlechter Zustand: Der Radweg-Belag am Illerdamm Höhe Illerstadion sollte 'dringend ausgebessert werden', findet eine Anwohnerin des Augartenwegs.

l Darum will sich Wiedemann kümmern.

l Durchlass Duracher Straße ist eine besonders gefährliche Stelle für Radler, wie das Ehepaar Heidlas weiß. Die rechtsabbiegenden Auto- und Lkw-Fahrer würden auf der Gefällstrecke die Radler gar nicht oder zu spät wahrnehmen.

l Die rote Farbe an der Stelle weise darauf hin, dass die Radfahrer Vorfahrt haben, so Wiedemann. Er appelliert an die Autofahrer, auf die Radler Rücksicht zu nehmen.

l Autos parken auf Radweg: Regelmäßig würden parkende Autos, Busse oder Taxis den Radstreifen am Forum blockieren, kritisieren Friedrich Groß-Alltag und Christiane Zimmermann. Und nicht nur da, meinen weitere Leser.

l Da will es der Tiefbauamtsleiter nicht bei einem Appell belassen: 'Das ist ein Fall für die Verkehrsüberwachung, die solche Verstöße mit einem Strafzettel ahndet.'

l Mariaberger Straße: Warum gibt es dort keinen eigenen Radweg, fragt Matthias Scholz. Generell findet er eigene Radwege besser als von der Straße abgetrennte Streifen.

l Wo es zu eng ist, könne einfach kein eigener Radweg gebaut werden, rechtfertigt Wiedemann die Lösungen in der Mariaberger und anderen Straßen. Die Angebotsstreifen in den Straßen (Kotterner oder Ludwigstraße) seien zudem sicherer, weil es dort viel querenden Fußgängerverkehr gebe. Diese Lösung favorisiert auch der ADFC.

l Radweg nach Burg: Endlich die Radweglücke von Hirschdorf nach Burg (Gemeinde Altusried) zu schließen, wünscht sich nicht nur Gertrud Heubuch. Und Arthur Trunzer bemängelt den 'sehr holprigen' Radweg nach Ahegg und zum Herrenwieser Weiher.

l Diese Radwege gehörten nicht in die Zuständigkeit der Stadt Kempten, verweist Wiedemann auf das Staatliche Bauamt (Radweg nach Burg) und den Landkreis Oberallgäu (Radweg bei Ahegg).

Wer Vorschläge und Anregungen zum Radwege-System in der Stadt hat, soll sich an das Tiefbauamt Kempten wenden, fordert Amtsleiter Wiedemann die Bürger auf:

Postanschrift: Tiefbauamt der Stadt, Kronenstraße 16, 87435 Kempten

E-Mail: markus.wiedemann@kempten.de

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