Von deutscher Schule in Bogota geprägt

Königsbrunn/Kaufbeuren (rim). Das Bayerische Kultusministerium beabsichtigt, einen Auswärtigen als Nachfolger für Heinz-Peter Kempf mit der Schulleitung des Jakob-Brucker-Gymnasiums zu betrauen, nämlich Werner Altmann (53). Und weil Altmanns Stelle als stellvertretender Schulleiter am Gymnasiums in Königsbrunn bereits ausgeschrieben ist, steht der Personalie so gut wie nichts mehr im Weg. 'Ich freue mich schon auf die neue Herausforderung', sagt Altmann. Am 1. März wird der 53-Jährige nach Kaufbeuren kommen, dann wechselt der scheidende Schulleiter Heinz-Peter Kempf ans Bayerische Kultusministerium und übernimmt dort ein Referat in der Gymnasialabteilung.

Gefallen habe ihm die Schule, sagt Altmann. In den Weihnachtsferien zeigte ihm Heinz-Peter Kempf seinen neuen Arbeitsplatz. Zwei Tage vor den Weihnachtsferien habe er erfahren, dass er der neue Direktor sein wird. 'Ich habe mich gleich vertraut mit der Schule gefühlt. Von der Schülerzahl her gleicht sie dem Gymnasium Königsbrunn', berichtet Altmann. Auch dort gebe es einen Alt- und Neubau und eine Mensa, die gerade eben erst fertig gestellt wurde. Mit Respekt geht der 53-Jährige an seine neue Aufgabe heran: 'Das Jakob-Brucker-Gymnasium hat in Schwaben Renommee.'

Das war auch ein Grund dafür, warum sich Altmann ganz gezielt und bewusst für diese Stelle beworben habe, obwohl auch andere in Bayern ausgeschrieben waren. Zudem reizte ihn als Historiker - neben Geschichte unterrichtet Altmann auch Deutsch und Sozialkunde - in eine Stadt mit Vergangenheit zu ziehen. Königsbrunn habe auf diesem Gebiet weniger zu bieten. 'Ich habe mich nach Süden orientiert und komme nun aus dem Dunstkreis von Augsburg weg', erzählt er.

'Wechsel schadet nicht'

Dort studierte Altmann und dorthin kehrte er auch nach seinem Referendariat in Erlangen zu seiner ersten Lehrerstation am Rudolf-Diesel-Gymnasium zurück. Bevor Altmann über das Hohlbein-Gymnasium in Augsburg als stellvertretender Schulleiter ans Gymnasium nach Königsbrunn kam, unterrichtete er zwischen 1988 und 1992 fünf Jahre an der deutschen Schule in Bogota (Kolumbien). 'Eine in jeder Beziehung prägende Zeit', wie er sagt. Altmann macht diese Jahre im Ausland auch dafür verantwortlich, Geschmack daran gefunden zu haben, die Ortsveränderung nicht zu scheuen. 'Ich bin kein Schulnomade, aber ein Wechsel schadet nicht', sagt er. Seinem Lehrauftrag für spanische Literatur an der Augsburger Universität wird Altmann ab dem 1. März 2007 wahrscheinlich aber nicht mehr nachkommen können. Von Kaufbeuren aus sei das nicht mehr zu machen. Dafür spielt der ledige Lehrer mit dem Gedanken, seinen Wohnsitz von Graben bei Klosterlechfeld nach Kaufbeuren zu verlegen.

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