Allgäu
Von der Campus-Card bis zur neuesten Fachliteratur

Kempten Was passiert mit den Studienbeiträgen an der Hochschule Kempten? Goldene Kaffeetassen für das Senats-Zimmer? Ein neuer Dienstwagen für den Präsidenten? Der Neubau von Hörsälen? Natürlich nichts von alledem. Studienbeiträge dienen laut eines Beschlusses des Bayerischen Landtages ausschließlich der Verbesserung von Lehre und Studium. Der größte Teil - nämlich rund zwei Drittel der Beiträge - fließt direkt den Fakultäten (früher: Fachbereichen) zu. Was die Hochschule Kempten im Einzelnen mit den knapp 800000 Euro pro Semester macht, können Interessierte übrigens bei der 10. Allgäuer Hochschulmesse am Mittwoch, 29. April, in Kempten erfahren.

Die Höhe der Studienbeiträge liegt bei 400 Euro pro Semester. Aber nicht alle der augenblicklich 3500 Studenten in Kempten müssen zahlen. Im Sommersemester 2008 waren rund 30 Prozent der Studierenden nicht studienbeitragspflichtig oder auf Antrag von der Zahlung der Beiträge befreit. Hauptgrund: die familiäre Situation eines Studierenden.

Bei der Mittelvergabe dürfen die Studierenden maßgeblich mitreden. Die Gesamteinnahmen aus den Studienbeiträgen summierten sich im Sommersemester 2008 auf 772000 Euro (das Wintersemester 2008/09 ist noch nicht abgerechnet). Davon gingen drei Prozent in den für alle Hochschulen verbindlichen Sicherungsfonds, sechs Prozent an die Verwaltung der Studienbeiträge. 30 Prozent entfielen auf die zentrale, lehrnahe Infrastruktur der Hochschule und gut 60 Prozent bekommen die Fakultäten (siehe Grafik).

Einige Beispiele, was bisher mit den Studienbeiträgen in Kempten finanziert wurde: Erweiterung der allgemeinen Studienberatung, Ausbau der Kooperation mit Partnerhochschulen im Ausland, Einführung einer multifunktionalen Chipkarte (Campus-Card) für die Studierenden und das Lehrpersonal, Verbesserung der Betreuung im zentralen Rechenzentrum oder Aufbau eines Career-Centers für den leichteren Übergang ins Berufsleben. Beispiele aus den Fakultäten: Der Maschinenbau schaffte für 40000 Euro moderne Messgeräte an, wie sie heute in der Automobil-Industrie Standard sind. Die Betriebswirtschaft investierte 60000 Euro in neueste Fachliteratur.

Besonderes Schmankerl

Als besonderes «Schmankerl» gibt es auf der 10. Allgäuer Hochschulmesse die Verlosung von 18 Mal 400 Euro Studienbeiträgen für das Wintersemester 2009/10. Gesponsert werden die insgesamt 7200 Euro durch Unternehmen aus der Region (siehe Info-Kasten).

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