Ottobeuren / Attenhausen
Von Bananenschalen und Magenkrämpfen

Die Kartons waren gefüllt mit leeren Bananenschalen. Da standen sie nun in praller Sommerhitze auf der Leichtathletik-Laufbahn im Ottobeurer Stadion. Die Schalen waren die sichtbaren «Hinterlassenschaften» einer Horde von Triathleten, die am Samstag ihren Unterallgäuer Triathlon im Zielbereich der Sportstätte beendet hatten. Veranstalter TSV Ottobeuren hatte die Bananen zur Stärkung für die ausgelaugten Sportlerkörper bereitgelegt.

Rund 400 Breitensportler, darunter einige Profis, begannen den Ausdauerwettkampf an den Baggerseen in Attenhausen-Sontheim mit dem Schwimmen. Im Kurz-Triathlon galt es für die Teilnehmer, in den knapp 20 Grad warmen Baggerseen eine Strecke von 1,5 Kilometern zu absolvieren. Es folgten 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen im 30-Grad-Bereich. Indes wurden die ausdauernden Anstrengungen mit attraktiven Belohnungen «abgegolten». Denn im Stadion wartete bei der Siegerehrung eine erstaunlich große Anzahl von Gold-Pokalen auf die Sportler. Die «goldigen» Trophäen blitzten im starken Sonnenlicht; sie schienen den erschöpften Triathleten förmlich zuzuzwinkern. Vor der voll besetzten Tribüne nahm Profi Christian Brader die Glückwünsche von Landrat Hans-Joachim Weirather entgegen.

Brader war - wie gestern berichtet - mit knapp zwei Minuten Rückstand auf den südafrikanischen Sieger Claude Eksteen ins Ziel gekommen. Obwohl er seinem Konkurrenten Eksteen damit den Vortritt auf dem Siegertreppchen lassen musste, war der TVM-Athlet «überhaupt nicht enttäuscht von diesem Ergebnis». Vielmehr sah Brader in dem «sehr stark besetzten Rennen» eine gute Vorbereitung auf den Ironman in Hawaii, an dem er im Oktober teilnehmen wird. Profi-Kollege Darren Alcock, ebenfalls vom TVM, landete auf Rang 16. Zwischen den beiden konnte sich Martin Schädle platzieren. Der Student war mit seinem Ergebnis in Ottobeuren «ziemlich zufrieden». «Allerdings habe ich mich beim Radfahren wohl ein bisschen zu sehr verausgabt. Infolgedessen hatte ich Probleme mit Magenkrämpfen», sagte Schädle.

Rein gar nichts auf den Magen geschlagen ist dagegen Mit-Organisator Ernst Hölzle, 61. «Wir sind mit der Beteiligung und dem Ablauf sehr zufrieden, alles ist zudem unfallfrei abgelaufen», so Hölzle, der den Triathlon federführend zusammen mit Peter Neß veranstaltet hatte.

Anmeldungen eher schleppend

Dabei sei das Anmeldeverfahren eher schleppend verlaufen, weil etliche Athleten wegen des lange Zeit durchwachsenen Wetters mit einer Anmeldung gezögert hätten. Hölzle lobte die gute Unterstützung durch Polizei und Feuerwehren auf dem Streckenverlauf. Der Mit-Veranstalter gab schließlich noch eine Anekdote preis. «Der Kurztriathlon-Sieger Claude Eksteen hat mich erst am Tag vor dem Wettkampf auf dem Handy angerufen, ob er denn mitmachen dürfe».

Hölzle hat bejaht, und Eksteen hat gesiegt

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