Sulzberg
Von Ali Baba bis zum Land des Lächelns

Freudige Erwartung herrscht in Sulzberg, und so manche Wagenbauer scharren schon ungeduldig in den Startlöchern: Wie alle zehn Jahre, so wird sich am 7., 14. und 16. Februar ein ideenreicher, farbenprächtiger Gaudiwurm durch Sulzberg schlängeln.

31 Teilnehmergruppen mit 50 Wagen und rund 2000 Mitwirkende sind an diesem «Internationalen Musikfest» beteiligt. Und wenn Petrus mitzieht, glaubt Faschingskomitee-Chef Norbert Schmid fest daran, die 50000 Besucher des Jahres 2000 toppen zu können. Zumal im beheizten Festzelt direkt nach den Umzügen und an fünf weiteren Abenden der Bär steppen soll.

Auf Tiefladern mit Zugmaschine werden vielfältige Themen angesprochen. Ali Baba und die 40 Räuber, Hollywood, Fluch der Karibik, und Pipi Langstrumpf sind ebenso mit von der Partie wie der König der Löwen, die Flower-Power-Hippiezeit und die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.

In Ried bei Ottacker haben sich die Wagenbauer das «Land des Lächelns» ausgesucht. Die romantische Operette von Franz Lehár ist damit nicht gemeint. Viele chinesischen Schriftzeichen und Drachen deuten auf die Absicht hin, das immerwährende Lächeln in weiten Teilen Asiens zu präsentieren. Zu diesem Zweck arbeitet man seit Mitte November in einer Tour: Am Wochenende sind bis zu 15 Leute am Werk. Dazu kommt noch eine Reihe von Frauen, die Geisha-Kostüme nähen. Gruppenleiter Georg Landerer und Wagenchef Ronny Burger sind sich jetzt schon sicher: «Der Zusammenhalt in der Nordsiedlung wird nach dem Fasching noch stärker sein.»

Auf den ersten Blick mag der zwölf Meter lange, eng in einer Großgarage steckende Wagen der «Zigeuner-Barone» aus Seebach noch nicht umwerfend sein. Wenn aber Siegfried Hörmann erzählt, was da alles noch dazukommen soll, könnte der Ortsteil bei den Preisrichtern durchaus punkten. Nicht nur wegen der Wagen-Dachterrasse für lustiges Treiben.

Glanzstück wird wohl die als Pinto-Pferd getarnte Zugmaschine sein. Wobei, wie der Gemeinderat durchblicken lässt, am Fahrzeug angebrachte Rundeisen das Grundgerüst stellen. Schaumstoff und ein schwarz-weiß bemaltes Jutetuch bilden die Außenhaut des «Tieres». Im Wageninnern soll eine kleine Musikkapelle (übrigens auf jedem Gefährt Pflicht!) an Sommernächte in der Puszta erinnern. Und dahinter werden ein Messerwerfer-Wagen und weiteres Zubehör für Remmidemmi sorgen.

Toni Mader von der Nordsiedlung verspricht: «Von Mal zu Mal werden die Wagen noch größer und noch schöner.» Und auch sicherer. «Denn die Gespanne werden vom TÜV geprüft», betont Nobert Schmid.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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