Allgäu / München
Von 100 Euro bis zu einer Million ist bei Agrar-Förderung alles dabei

Der kleine Bauer Huber aus dem kleinen Allgäuer Dorf bekommt nur 100 Euro im Jahr Agrar-Subventionen von der Europäischen Union (EU). Der Großbauer Meier aus dem größeren Allgäuer Marktflecken dagegen kann sich über 45000 Euro freuen. Der Stadt Immenstadt im Oberallgäu, die eigene Alpen hat und Hochwasserschutz betreibt, stehen fast 420000 Euro zu. Und eine Oberallgäuer Viehhandels-Gesellschaft erhält als Export-Förderung gut eine Million Euro. Nachzulesen ist das alles seit gestern Mittag im Internet.

Bayern hatte sich, wie berichtet, als einziges deutsches Bundesland lange gegen die Veröffentlichung der EU-Agrarsubventionen gesträubt. Gestern nun erklärte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, dass die entsprechenden Daten jetzt auch im weißblauen Freistaat von jedermann einzusehen sind. Der bayerische Sonderweg: Es werden nicht nur die Zahlen veröffentlicht, sondern zusätzlich erläuternde Informationen gegeben. «Die Gelder sind schließlich keine Almosen», so Brunner, sondern eine Leistung für Gegenleistung - etwa für höhere Standards beim Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz oder der Pflege der Kulturlandschaft.

Jetzt können alle in dem kleinen Dorf auf den entsprechenden Internet-Seiten nachlesen, was Bauer Huber so bekommt und auch für was. Mitglieder des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) dürfen nun den Anhängern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) in den Geldbeutel schauen - und umgekehrt.

Unternehmen und Vereine

Neben den klassischen Landwirtschaftsbetrieben profitieren auch Unternehmen, Organisationen oder Kommunen vom EU-Agrarfonds. So hat die Allgäuer Herdebuchgesellschaft im Jahr 2008 über 200000 Euro bekommen, die Trocknungsgenossenschaft Oberallgäu 115000 Euro, die Rinderbesamungsgenossenschaft Memmingen rund 18000 Euro, das Milchwerk Hawangen (Unterallgäu) 66000 Euro, das Allgäuer Emmentalerwerk Altusried 177000 Euro, der Imkereiverband Ostallgäu

2400 Euro, der Verein der ehemaligen Oberstdorfer Rechtler 121000 Euro und eine Kemptener Handels-Gesellschaft, die unter anderem Analog-Käse (ohne Milchbestandteile) vertreibt, 7000 Euro.

Informationen zu den EU-Agrarzahlungen im Internet unter der Adresse www.agrar-fischerei-zahlungen.de

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