Oberstdorf
Vom Höfats-Parcours sieht man den Höfats-Gipfel

Nur ein wackeliges dünnes Drahtseil führt über eine 20 Meter tiefe Schlucht von einem Baum zum anderen. Eine luftige Angelegenheit. Ähnlich wie die Kletterei an der Höfats. Deshalb trägt der Parcours im Kletterwald Söllereck auch den gleichen Namen wie einer der höchsten Allgäuer Berge. Alle sieben Parcours in dem Kletterwald bei Oberstdorf (Oberallgäu) sind nach bekannten Allgäuer Gipfeln benannt.

«Wir sind in der Region verwurzelt und die Bergnamen sind einfach charmanter als die Parcours durchzunummerieren», sagt Inge Holzenberger vom Kletterwald Söllereck. Besucher kennen die meisten Berge, glaubt sie, und waren vielleicht schon auf dem ein oder anderen oben. «Die Parcours im Kletterwald sollen die Eigenschaften der Berge widerspiegeln», erklärt Holzenberger die Idee.

Wer mit Helm und Klettergurt in einen der Parcours startet, beginnt am besten mit einer «Besteigung» des Söllerkopfes. So wie sich der Familienberg selbst für eine entspannte Wanderung eignet, ist auch der gleichnamige Parcours relativ leicht zu bewältigen.

Erste Höhenluft schnuppern

Erste Höhenluft schnuppern kann man danach am Besten auf dem Nebelhorn. Es geht eine Strickleiter hinauf, über eine Hängebrücke und durch eine Art von Tunnel. «Es ist schon luftiger als der Söllerkopf, aber noch nicht so schwierig, wie die anderen Parcours», sagt Holzenberger.

Für den Widderstein dagegen muss man schon ein bisschen mehr Mut mitbringen. Das Seil fest umklammert, fliegt man zum Beispiel wie Tarzan mitten in ein großes Spinnennetz aus Seilstricken. Ein Stück weiter gilt es, eine Schlucht zu überwinden. Wieder ist da nur ein Seil zum Festhalten und dann muss man einen großen Schritt bis zur nächsten Plattform machen. Dazwischen nur gähnende Tiefe. Die beiden Sprünge sind charakteristisch für den Namen des Parcours, sagt Holzenberger. «Würde man vom Widderstein abspringen, landet man direkt im Kleinwalsertal.

» Deshalb auch der Zusatz beim Widderstein-Parcours «für die, die den Absprung wagen».

Hat man den Widderstein bezwungen, kann man sich zum Beispiel an die Trettach trauen. Wie auch beim beliebten Kletterberg selbst braucht man hier ordentlich Muskelkraft.

Ein paar der Allgäuer Berge, die als Namensgeber fungieren, kann man sogar von den Stationen des Kletterwaldes sehen. Und wenn man aus luftiger Höhe auf dem Höfats-Parcours hinauf zum Höfats-Gipfel blickt, kann man schon ein bisschen nachempfinden, wie man sich oben auf dem echten Berg fühlt.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen