Kempten
Vom Fitness-Training bis zur Kinderbetreuung

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Der Berufsalltag, das weiß Bernd Buhmann, hält für seine Mitarbeiter nicht selten Stress bereit. Dazu kommt das viele Sitzen vor dem Bildschirm, das in einem Informations- und Telekommunikations-Unternehmen wie Idkom nun einmal zum Tagesgeschäft gehört. Damit da Haltungs- und Gesundheitsschäden nicht vorprogrammiert sind, hat sich das Unternehmen aus der Unterwanger Straße etwas einfallen lassen: Für die rund 40 Mitarbeiter des Kemptener Standorts haben Bernd Buhmann und seine Kollegen vom Idkom-Vorstand nun einen eigenen Fitnessraum einrichten lassen. Damit auch «richtig» trainiert wird, kümmert sich obendrein ein Physiotherapeut um die Freizeitsportler des Unternehmens.

Dass Gesundheitsvorsorge bei Firmen im Trend liegt, bestätigt Peter Aierstock von der AOK Kempten-Oberallgäu. «Allein von 2007 auf 2008 hatten wir bei den gesundheitsfördernden Maßnahmen einen Anstieg von 17 Prozent», berichtet er. Zu den «Klassikern» gehört ihm zufolge die Rückenschule, in etlichen Firmen würden aber auch Gymnastikkurse angeboten. Die Firma Edelweiß, bei der es einen «Arbeitskreis gesund» gibt, sei sogar schon ausgezeichnet worden für ihre jahrelangen Bemühungen um das Wohlsein der Mitarbeiter. Warum aber steckt ein Unternehmen Geld in solche Angebote? «Weil wir denken, dass es sich für uns auszahlt», sagt Idkom-Vorstandsmitglied Bernd Buhmann.

Schließlich wolle man die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten - ein eigener Fitness-Raum sei da eine gute Möglichkeit, die Bereitschaft zum Sporttreiben zu erhöhen. «Man darf auch nicht vergessen, wie gut sich so etwas auf die Motivation auswirkt», ergänzt Buhmann. Und durch Motivation binde man gute Leute ans Unternehmen.

«Für jeden, der hier Sport machen will, wird zunächst ein eigener Trainingsplan erarbeitet», berichtet Robert Pfund von Physiotherapie-Praxis Fetzer und Pfund. Außerdem werden die Idkom-Mitarbeiter an den Geräten eingewiesen. Über die Monate hinweg wird das Training immer wieder kontrolliert und angepasst. «Zweimal die Woche sollte man da schon kommen», meint Pfund. Daher ist der Trainingsraum auch am Wochenende zugänglich. Und die Mitarbeiter? «Die finden das prima», sagt Vorstandsmitglied Buhmann. So habe sich schon die Hälfte der Mitarbeiter für das Training angemeldet.

Doch nicht nur für die Gesundheit tun Kemptener Firmen einiges. Bei Dachser beispielsweise gibt es noch ein ganz anderes Angebot: die firmeneigene Kinderkrippe. Ins Leben gerufen wurde sie vor knapp eineinhalb Jahren - und erfreut sich laut PR-Referent Jörn Erdmann großer Beliebtheit.

Zwölf Plätze werden unter dem Dach des Kindergartens von St. Michael angeboten - die Einrichtung sei seit Beginn gut ausgelastet. Von den Eltern würden vor allem die flexiblen und bedarfsorientierten Öffnungszeiten geschätzt - dazu kommt die räumliche Nähe zum Arbeitsplatz. Zwischen Einrichtung und Dachser liegen schließlich gerade einmal eineinhalb Kilometer. Damit, so Erdmann, trage man als Firma zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei.

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