Vom Denkmalschutz bis hin zum Breitband

Woringen/Unterallgäu | sdo | In einer vierstündigen Besprechung haben sich die Bürgermeister der 52 Unterallgäuer Gemeinden gestern in Woringen mit den Themen Bau- und Bodendenkmäler, Breitband-Anschlüsse und der Einführung einer neuen Art der kommunalen Buchführung befasst. Daneben wurden die Gemeindechefs über die Wirtschaftsförderung im Landkreis, die Arbeit des Landestheaters Schwaben (LTS) und die Schwangerschaftsberatungsstelle Donum Vitae informiert.

l Bau- und Bodendenkmäler: Die rund 30 Jahre alte bayerische Denkmalliste wird laut Dr. Irmhild Heckmann-von Wehren und Dr. Markus Ullrich vom Landesamt für Denkmalpflege in diesem Jahr im Bereich Memmingen und Unterallgäu aktualisiert. Dabei werden die aufgelisteten Gebäude besichtigt, fotografiert und genau verschlagwortet. Derzeit gebe es im Unterallgäu 1220 Baudenkmäler und sechs so genannte Ensembles, informierte Heckmann-von Wehren. Im Bereich der Bodendenkmäler seien im Landkreis lediglich 550 archäologische Fundstellen bekannt, so Ullrich. Hierzu zähle etwa eine keltische Viereck-Schanze bei Türkheim oder das Grabhügelfeld bei Schlingen. Ziel sei es, dass Ende 2012/13 sämtliche bayerischen Bau- und Bodendenkmäler leicht zugänglich im Internet zu finden sind unter

www.blfd.bayern.de

Bürgermeister-Sprecher Werner Birkle (Buxheim) betonte, dass die Denkmalliste in Zusammenarbeit mit den Gemeinden aktualisiert werden sollte, da es sicherlich einigen Grund für Diskussionen gebe. Landrat Hans-Joachim Weirather betonte, dass die Denkmäler ein 'Schatz sind, den es zu hüten gilt'.

l Breitband-Anschlüsse: Der Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Manfred Schilder, informierte die Bürgermeister über den aktuellen Stand der Breitband-Initiative in Bayern. Die vom Freistaat Bayern zugesagten Fördergelder in Höhe von 19 Millionen Euro bis zum Jahr 2010 seien 'ein Ansatz'. Allerdings sei schlecht, dass es noch keine konkreten Förderrichtlinien gebe. Inoffiziell heiße es, dass die Gemeinden mit 50 Prozent gefördert werden, bei einer Maximalsumme von 50 000 Euro. Schilder appellierte an die Bürgermeister, den Breitband-Anbietern weiterhin unmissverständlich klar zu machen, wie groß das Interesse an den schnellen Internetverbindungen ist. In diesem Zusammenhang verwies er auf das Breitbandportal im Internet unter

www.breitband.bayern.de

Landrat Weirather kritisierte, dass nur wenige Bürgermeister die große Breitbandmesse in Hawangen im November 2007 zur Information nutzten. 'Wir haben keine Alternative zu unserem Kampf gegen Windmühlen', betonte Weirather, nachdem mehrere Bürgermeister von ihren schlechten Erfahrungen mit der Telekom berichtet hatten. 'Es werden ständig neue Hürden aufgebaut', meinte etwa Dr. Stephan Winter (Mindelheim). Auch Hans Braunmiller schilderte seine jahrelangen, zähen Verhandlungen. Aktuell müsste die Gemeinde Egg, die bislang völlig unversorgt ist, laut Bürgermeister netto 190 000 Euro investieren, um ans Breitbandnetz angeschlossen zu werden.

l Neue kommunale Buchführung: Im Rahmen der Reform des Haushaltsrechts können Gemeinden künftig zwischen zwei Arten der Buchführung wählen. Bad Wörishofen ist die einzige Kommune im Landkreis, die bereits auf das neue System der 'Doppik' umgestiegen ist. Wegen des hohen Zeit- und Personalaufwands tendieren die anderen Gemeinden und der Landkreis eher dazu, abzuwarten, welche Erfahrungen andere damit machen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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