Kempten / Oberallgäu
Voller Zuversicht in die gemeinsame Zukunft

Mit großer Zuversicht blicken die Kemptener Stadträte einer engeren Kooperation der Kliniken in Kempten und dem südlichen Oberallgäu entgegen. Einstimmig befürworteten sie am Donnerstagabend den Plan, für die Krankenhäuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf eine gemeinsame Dachgesellschaft zu installieren.

Wichtig war dem gesamten Gremium, dass an der kommunalen Trägerschaft festgehalten wird. Eine Privatisierung der Häuser solle auch in Zukunft nicht angestrebt werden. Seinen Einfluss bewahre der Stadtrat durch die Vertretung im Aufsichtsrat: «Sämtliche strategischen Entscheidungen müssen dort abgesegnet werden», versicherte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer. So gelinge auch, die Entwicklungen in der gesamten region besser abzustimmen und Doppelungen zu vermeiden.

Große Stücke halten die Kemptener auf den künftigen Sprecher der Geschäftsführung, Andreas Ruland. Ihm ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die hochverschuldeten Kliniken Oberallgäu wieder in die Gewinnzone zu führen.

Er berichtete über einen «dynamischen Prozess», der seit einigen Wochen im Gange sei, den viele Beteiligte begrüßten und unterstützten: «Es gibt die Erkenntnis, dass die Kliniken nur gemeinschaftlich positiv zu entwickeln sind», sagte der 39-Jährige. Sitze man in einem Boot, könne man auch in die gleiche Richtung rudern und somit die hochwertige klinische Versorgung vor Ort besser an die Patienten bringen.

Beschäftigte einbinden

Voraussetzung für eine bessere Akzeptanz der Kliniken seien zufriedene Mitarbeiter, waren sich die Stadträte einig. Einige Redner sprachen von gedrückter Stimmung in der Kemptener Belegschaft. Die Beschäftigten sollten in die Entscheidungen eingebunden werden und auch künftig beispielsweise in Beiräten ihre fachlichen Ansichten einbringen.

Am kommenden Dienstag informieren die Verantwortlichen die Mitarbeiter des Klinikums Kempten-Oberallgäu in einer Versammlung über die aktuellen Entwicklungen.

Mehrere Wortmeldungen strichen auch die hochwertige Versorgung der Patienten heraus, die das Kemptener Klinikum bereits erbringe. Zwar gebe es Probleme etwa mit dem Baulärm, aber Ärzte und Pflegepersonal arbeiteten auf hohem Niveau. An einen Personalabbau verschwende man keinen Gedanken, betonte Ruland.

Für die Dachgesellschaft wird übrigens noch eine Name gesucht. Thomas Hartmann brachte «Allgäu-Kliniken» ins Gespräch.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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