Brauchtum
Volksmusikabend zum Tänzelfest in Kaufbeuren

Wieder hieß es 'Volksmusik zum Tänzelfest' im Stadttheater Kaufbeuren und viele wollten sich an diesem Abend den Genuss an fröhlichen Weisen, an Besinnlichem und echter Volksmusik gönnen. Leider war die Aufnahmekapazität des Theaters viel zu früh erschöpft und viele Besucher fanden keinen Einlass mehr. All jene, die einen Platz gefunden hatten, erlebten eine hervorragende Mischung aus Blasmusik, Gesang und kleinen Geschichten. Gewohnt lebendig führte Ingrid Greifenhagen durch das Programm. Ihr Kollege Toni Reisach sorgte in seiner unverkennbaren Art immer wieder mit Witzen und kleinen Gags für Lacher.

Die 'Dirlewanger Tanzlmusik' begrüßte die Zuhörer mit der flotten Polka 'S’Dirndl'. Mit einem Bayerischen, der 'Spatzhagelpolka' und einem Ländler zeigten sie einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Volksmusik unserer Region, bevor sie mit der 'Hennepickerpolka' ihren Reigen beschlossen.

Johanna, Marlies und Ulrike begeisterten als 'Lauterbacher Dreigesang' mit dem Liebeslied 'Es flog ein kleins Waldvögelein', der amourösen Weise eines jungen Soldaten, und dem besinnlichen Lied 'Wie schön blüht uns der Maien'.

Frisch erklang von den Sängerinnen aus dem Zusamtal 'Scho wieder isch a Liadla gsunga' und eine fetzige Weise über zwei Augen, die mit einer überraschenden Offenbarung endete.

Freude am Gesang vermittelten auch Barbara, Gertrud, Josef und Richard als 'Lechtaler Viergesang'. Die Tiroler brachten 'Und hiatz hock ma ins z’sammen und singen oans', 'Zu guater Stund a Liadl', 'A zirbanes Bettal', 'Halmal wiag di' und der 'Innviertler Gesang' zu Gehör. Dabei glänzte die Gruppe mit schönen Stimmen und gefühlvollem Vortrag.

Wie Greifenhagen betonte, bleibt Volksmusik nicht stehen. Sie bewahre zwar das Alte, pflege aber auch das Neue. Mit diesen Worten präsentierte sie Volksmusiknachwuchs mit dem vielsagenden Namen 'Rockige Bienen'.

Annika, Christina, Selina und Stefanie spielten und sangen unter Leitung und Begleitung von Harald Probst 'Henna ham mer scho no', 'Auf einem Marktplatz' und 'Gschupfte Nudla'. Auch mit dem stimmungsvollen Lied 'Die erschte Bienle' aus der Feder von Probst und dem instrumentalen 'Troika' wussten sie, den Zuhörern zu gefallen.

Die Tücken des Beichtens

Es seien eigentlich Weihnachtsgeschichten, aufgeschriebene Nacherzählungen von früheren Ereignissen, hob Toni Reisach immer wieder hervor, wenn er seine Texte zum Besten gab und damit das Publikum begeisterte.

Mit der Geschichte 'S’Beichte' traf er genau die Befürchtungen mancher Gläubiger, wenn es um die Offenlegung einer Sünde im Beichtstuhl geht. Im Duett mit Greifenhagen zeigte er sich auch musikalisch mal besinnlich, mal bekannt lustig.

Nach mehr als zwei Stunden Gesang, Geschichten und Musik ging ein Volksmusikabend zu Ende, der innere Ruhe bescherte und hoffen ließ, dass es im nächsten Jahr es zum 39. Mal wieder heißt: 'Volksmusik zum Tänzelfest.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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