Füssen / Ostallgäu
Virus erreicht Füssener Schule

Die Schweinegrippe ist an der vierten Schule im Landkreis angekommen: Ein Schüler einer sechsten Klasse des Füssener Gymnasiums hat sich mit dem Virus infiziert, wie das Gesundheitsamt der Schule am Donnerstag mitteilte. Für ein weiteres Ausbreiten des Erregers am Gymnasium gebe es derzeit keine Anzeichen, so Ralf Kinkel, der zuständige Abteilungsleiter am Landratsamt.

Dass die Schweinegrippe nun auch mehr und mehr die Schulen erreicht, wundert Kinkel nicht - «schließlich kommen gerade hier viele Menschen auf engem Raum zusammen.» Der erkrankte Schüler, der aus dem Umland von Füssen stammt, ist der 45. Fall der Schweinegrippe im Ostallgäu. Grund zur Besorgnis oder gar Anlass für besondere Impfaktionen sieht Kinkel nicht. Zumal die Schweinegrippe nach bisherigen Erfahrungen gerade bei jungen Menschen «harmloser als die reguläre Influenza verläuft».

Laut Schulleiter Wolfgang Fischer waren in der betroffenen Klasse am vergangenen Dienstag kurzfristig rund 15 Schüler mit verschiedensten Symptomen erkrankt. «Daraufhin haben wir auch den Rest der Klasse vorsichtshalber nach Hause geschickt.

» Die Eltern aller Schüler wurden sofort per Telefon informiert, zudem wurde ihnen dringend geraten, einen Arzt einzuschalten.

Als das Gesundheitsamt am Donnerstag die Diagnose «Schweinegrippe» weiterleitete, wurden die Eltern aller Schüler dieser sechsten Klasse erneut informiert, ebenso das gesamte Lehrerkollegium. Parallel wurden alle Gymnasiasten nochmals über vorbeugende Hygiene belehrt (Info-Kasten). Und die zuständige Reinigungsfirma erhielt den Auftrag, verstärkt aktiv zu werden.

Wobei sich eine Infektion aber nie ausschließen lasse, wie Konrektor Thomas Schauer betont: «Die Kinder kommen ja auch im Schulbus oder daheim im Sportverein in Kontakt miteinander.» Am Gymnasium habe sich die Lage inzwischen beruhigt, so Fischer: Die Zahl der kranken Kinder sei auf acht gesunken, dasselbe gelte für eine zehnte Klasse mit ungewöhnlich vielen Krankheitsfällen.

«Die Schule hat völlig richtig reagiert und umfassend informiert», lobt Kinkel. Übertriebene Reaktionen, etwa die Schließung einer Schule, würden nicht weiterhelfen.

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