Villa mit Rundum-Versorgung

Von Sabine Metzger | Bad Hindelang Das 'Gesundheits- und Seniorenhaus Villa Montis' in Bad Hindelang hat seinen Betrieb offiziell aufgenommen. 'Was die Versorgung der älteren Menschen im Oberallgäu angeht, haben wir in den vergangenen zwölf Jahren viel erreicht', freute sich Landrat Gebhard Kaiser bei einer Feierstunde zur Übergabe. Im Frühjahr soll es einen 'Tag der offenen Tür' für jedermann geben, um sich die umgebaute ehemalige 'Allgäu-Clinic' anschauen zu können.

Die jetzige 'Villa Montis' bietet knapp 80 Heimplätze für die stationäre Pflege gebrechlicher alter Menschen, aber auch für die Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege von Hilfsbedürftigen. Gesorgt ist für eine Rundum-Versorgung mit physiotherapeutischer Abteilung und mit einem Schlaflabor, um das sich Dr. Christian Müller kümmert. Ab dem Sommer soll es auch eine Nachtpflege geben. Damit wäre das Hindelanger Haus die einzige Senioren-Einrichtung dieser speziellen Art schwabenweit. Die Betreuung während der Nachtstunden ist besonders wichtig für altersverwirrte Menschen und zugleich eine Entlastung für deren Angehörige. Darauf wies Heim- und Geschäftsleiter Lothar Roscher hin. Die 'Villa Montis' sieht als Teil der Einrichtung auch einen Friseursalon, eine Abteilung für die Fußpflege und ein Café vor. In einem noch leerstehenden Stockwerk sollen zukünftig Angehörige übernachten können. Eine Hauskapelle vervollständigt das Seniorenheim.

Untergebracht sind die Bewohner in Ein- und Zweibettzimmern, die einen Ausblick in die Berge gestatten. Die Verpflegung der Betreuten, aber auch das Essen für das 65 Mitarbeiter zählende Personal wird über den 'Menü-Service Allgäu' (MSA) abgewickelt. Die Mahlzeiten werden fix und fertig angeliefert und müssen in der Verteilerküche nur noch aufgewärmt werden.

Eigentümer des umfunktionierten ehemaligen Krankenhauses ist das Sozial-Wirtschafts-Werk (SWW) des Landkreises. 'Vor der Inbetriebnahme des Gesundheits- und Seniorenhauses hat das SWW noch einmal kräftig investiert', sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Toni Vogler zu den Baukosten von 1,3 Millionen Euro. Ein Drittel der Summe wurde allein für Brandschutzmaßnahmen ausgegeben, ein weiteres Drittel für die Sanierung der Bausubstanz und der Technik und das letzte Drittel schließlich für die Umgestaltung zum Pflegeheim. Das sozial orientierte Wohnungsbau-Unternehmen hat bereits einige Wohnanlagen für betreutes Wohnen in Waltenhofen, Immenstadt, Blaichach und Fischen errichtet, ergänzte Landrat Kaiser.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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