Vier Tage Gräfin auf Zeit

Mauerstetten/Buchloe | evb | Prinzessin zu sein ist der Traum vieler kleiner - und großer - Mädchen. Anke Schliwa aus Mauerstetten hat eigentlich nie von einem Adelstitel geträumt. Dennoch war die gebürtige Buchloerin, die mit ihren langen, seidig blonden Haaren optisch das Klischee einer Adeligen durchaus erfüllt, in den vergangenen Wochen in der Fernsehsendung «Gräfin gesucht» (Sat 1) zu sehen.

Hier werben Frauen um wohlhabende Männer; Anke etwa um den Grafen Moritz. Am morgigen Sonntag, 19.05 Uhr, in der letzten Sendung, wird sich entscheiden, wer den Grafen mehr beeindruckt hat: Die Allgäuerin Anke oder ihre Konkurrentin, die dunkelhaarige Anna.

«Ich bin eigentlich nicht romantisch-blauäugig, sondern eher realistisch», beschreibt sich Anke. So habe sie sich auch nicht mit der Hoffnung beworben, in dieser Sendung ihren Traumprinzen zu finden. «Ich wollte einfach mal was anderes machen», erklärt die 29-Jährige. Gräfin zu werden, sei in Wirklichkeit gar nicht so erstrebenswert. «So ein Gutshof ist ein alter großer Kasten vollgestopft mit Antiquitäten», beschreibt sie. Schließlich durfte die Allgäuerin vier Tage auf dem Hof des Grafen nahe Kiel verbringen.

Ihr Fazit: «Es ist unkomplizierter, in einer Penthouse-Wohnung zu wohnen.»

Beworben hat sich Anke für die Serie «nur so zum Spaß. Dann hat sich das Ganze irgendwie verselbstständigt.» Aus Videobotschaften wählte der Graf acht Frauen aus, die er zu einem kurzen Treffen einlud. Dass sie schließlich tatsächlich auf einem Gutshof landen würde, damit hatte Anke nicht gerechnet.

«Am Anfang war es ein komisches Gefühl, ständig vor der Kamera zu stehen - und ich wohnte quasi bei einem wildfremden Mann im Haus», schildert die Ärztin, die im Bundeswehrkrankenhaus am Fliegerhorst Kaufbeuren arbeitet. Vor der Kamera habe sie sich auch immer sehr genau überlegt, was sie sagt. Deshalb habe sie auch ziemlich schüchtern gewirkt. «So bin ich eigentlich gar nicht», sagt sie lachend.

Vor der Kamera gebe es auch einiges zu beachten, etwa als die beiden gegrillt haben: «Da dauert alles ewig. Bis wir endlich essen konnten, war mein Steak kalt.» Mit Graf Moritz hat Anke sich sehr gut verstanden. «Aber ob mehr daraus wird, das kann ich jetzt noch nicht sagen.»

Ungewohnt ist für Anke, dass plötzlich die Medien über sie berichten und Leute sie auf der Straße ansprechen oder anstarren. «Aber damit muss man rechnen, wenn man bei so etwas mitmacht», sagt sie unbekümmert. Und sogar um ein Autogramm wurde sie schon gebeten. «Das war mir echt peinlich», sagt sie und errötet. Als Star fühlt sie sich noch lange nicht: «In zwei Wochen redet keiner mehr über mich», blickt sie realistisch in die Zukunft.

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