Obergünzburg
Vier Sterne für besonderes Engagement in der Pflege

Gute Betten sind kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für die angemessene Pflege alter Menschen. Dass dies im Senioren- und Pflegeheim Obergünzburg nicht nur ein Wunschgedanke ist, wurde bei einer Feierstunde offensichtlich, bei der als Auszeichnung eine silberne Sternen-Tafel mit vier Sternen an Landrat Johann Fleschhut und Heimleiter Hermann Schott übergeben wurde. Denn das Pflegeheim wurde in die sogenannte Thevo-Liste aufgenommen. Die Thevo-Liste ist ein Informationsportal, das Angehörigen bei der Suche nach guten Pflegeheimen hilft. Das vom Landkreis Ostallgäu betriebene Senioren- und Pflegeheim Obergünzburg findet sich auf der Seite als deutschlandweit erstes Heim wieder, welches mit vier Sternen ausgezeichnet wurde.

Entsprechend froh gestimmt berichtete Landrat Johann Fleschhut: «Wir suchen ständig nach Möglichkeiten, die Pflege in unserem Haus noch weiter zu verbessern. Diese bundesweit einmalige Auszeichnung als 4-Sterne-Heim ist daher auch für uns etwas ganz Besonderes. Sie unterstreicht, mit welch hohem Engagement hier in Obergünzburg gearbeitet wird.»

Nicht selbstverständlich

Schon seit langem werden in Obergünzburg spezielle Bewegungsbetten eingesetzt, die das gefürchtete Wundliegen, Dekubitus genannt, verhindern. Dieses Engagement ist jedoch nicht selbstverständlich. Immer noch spielt das Thema Liegen und Schlafen der Bewohner in vielen Pflegeheimen gar keine Rolle - in den offiziellen Bewertungslisten wird dieses Fachgebiet nicht einmal erwähnt.

Kein Wunder also, dass in Deutschland noch immer über eine Million Menschen unter einem Dekubitus leiden, der oft tiefe Wunden bis zu den Knochen mit sich bringt und unvorstellbare Schmerzen verursacht. Diese Problematik gibt es in Obergünzburg nicht, hier hat man das Dilemma schon vor Jahren erkannt und auf Bewegungsbetten umgerüstet.

Diplom-Pflegewirtin Marion Saller erläuterte während der Veranstaltung die Vorteile dieser Hilfsmittel: «Die Betten bestehen aus zwei Komponenten: Unterfederung und Matratze. Spezielle Flügelfedern in der Unterfederung nehmen kleinste Bewegungen des Liegenden, selbst Atembewegungen, auf und verwandeln diese in mikrofeine Gegenbewegungen. Dadurch entsteht eine Mikrostimulation und die Mobilität wird positiv verstärkt, stimuliert und gefördert.»

Gleich vor Ort getestet

Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden ließen es sich nicht nehmen, ein Bewegungsbett gleich vor Ort zu testen. Das Fazit fiel positiv aus: «Ein sehr angenehmes Liegen.» Ebenso begeistert ist Bewohnerin Ingeborg Steinkamp, die seit mehreren Wochen auf einem Bewegungsbett liegt: «Es schmiegt sich dem Körper so an, so wie ich es gerade brauche.»

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