Allgäu
Vier Kilometer Radweg als Gemeinschaftsaktion

Obergünzburg/Untrasried/Günzach Als echtes Gemeinschaftsprojekt nicht nur während der Planungs- und Bauzeit hat sich der neue «Interkommunale Geh- und Radweg» Untrasried - Immenthal - Obergünzburg erwiesen. Um das lang ersehnte Eine-Million-Euro-Projekt offiziell zu eröffnen, unternahmen Bürgermeister, Bauamt und Baufirma sowie viele Günztaler Bürger am vergangenen Freitagnachmittag eine gemeinsame Einweihungs-Radtour.

Ein Jahr lang war gebaut worden, knapp vier Kilometer Radweg sind zwischen dem westlichen Untrasrieder Gewerbegebiet, Immenthal und Obergünzburg entlang den Staatstraßen 2011 und 2055 entstanden. Um zudem den Verkehr an den Ortseingängen zu beruhigen, wurden als Überquerungshilfen zwei Mittelinseln gebaut und in Immenthal mit einer behindertengerechten Bushaltestelle verbunden. Begünstigt wurde das Projekt zum einen durch die Kanalbauarbeiten, zum anderen durch eine rund 70-prozentige Förderung durch den Freistaat. Darin enthalten sind auch Planung und Bauleitung durch das Staatliche Bauamt Kempten.

Bevor das gelbe Band in Obergünzburg durchtrennt wurde, äußerte der Bürgermeister des Marktes, Lars Leveringhaus, seine Freude darüber, dass sich jahrzehntelang gehegte Wünsche, auch zur Verkehrsberuhigung, nunmehr unter Einbeziehung ökologischer Gesichtspunkte erfüllten.

Bruno Fischle ging als Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamtes in Kempten auf den Beitrag ein, den Geh- und Radwege für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer sowie für die Gesundheit und zum Klimaschutz leisten. Landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen sorgten speziell bei diesem Projekt für eine besondere Rücksichtnahme auf die Natur.

Projekt schmiedet zusammen

Dass die drei beteiligten Gemeinden «gefühlt näher zusammenrückten», bemerkte Landrat Johann Fleschhut am ersten Etappenstopp der Eröffnungsradtour. Dort, am frisch restaurierten steinernen Wegkreuz der Obergünzburger Unternehmerfamilie Gabler, blickte Stefan Gabler auf die Geschichte des Kreuzes zurück. Pfarrer Johannes Huber und sein evangelischer Kollege Pfarrer Friedrich Martin segneten den Radweg und erbaten für ihn «Schutz und Sicherheit».

Günzachs Bürgermeisterin Brigitte Schröder, von den Beteiligten als «treibende Kraft» des Projektes bezeichnet, richtete wie auch die übrigen Redner Worte des Dankes an Bauamt, Baufirma Kutter, Grundstücksbesitzer und Mitarbeiter.

Glücklich zeigte sich Untrasrieds Bürgermeister Alfred Wölfle, dass das Projekt «Hand in Hand» durchgeführt worden sei, der neue Weg angenommen werde und anfängliche Kritiker nunmehr überzeuge. Er äußerte die Hoffnung, dass der Radweg bald in Richtung Hopferbach und weiter nach Haldenwang fortgesetzt werden könne.

Böllerschüsse an den Stationen des Weges gehörten genau wie eine leckere Brotzeit am Ziel in Untrasried - mit einem Bierbrunnen - zum Eröffnungsprogramm. Der Rückweg der Radler führte wieder über den «Brand». Dort ist eine Warnung für nächtliche Wanderer und Radler vor dem sagenhaften «Brandpudel» zu lesen. Ob einer der Teilnehmer der Eröffnungs-Radtour dem unheimlichen Geistwesen begegnete, ist bislang nicht bekannt.

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