Buchloe
Viele Zuzüge, wenig Geburten

Die Verwaltungsgemeinschaft Buchloe (VG) wurde auch im vergangenen Jahr ihrem Ruf als attraktive Wachstumsregion wieder gerecht. 1013 neue Bürger ließen sich rund um die Gennach nieder. Dem gegenüber stehen lediglich 915 Wegzüge. Insgesamt macht das ein stattliches Plus von 98.

Am meisten profitieren von diesem Trend die Stadt Buchloe selbst (plus 75) sowie die Gemeinde Waal (plus 18). In Jengen und Lamerdingen hingegen blieb die Zahl an Zu- und Wegzügen nahezu identisch. Insgesamt steigt die Einwohnerzahl der VG laut Gerhard Städele vom Einwohnermeldeamt von 18450 im Jahr 2008 auf 18534 - nach einem zwischenzeitlichen Einbruch im Vorjahr wieder ein Zuwachs von 84. So positiv diese Entwicklung sein mag, ein Problem kann sie jedoch nicht verdecken. Auch im vergangenen Jahr verhielt sich die Zahl der Geburten weiter rückläufig. Waren es 2008 noch 158 Kinder, die in der VG das Licht der Welt erblickten, sind es 2009 nur noch 122. Damit sank die Geburtenrate innerhalb von zwölf Monaten um satte 23, im Vergleich zum Jahr 2002 (185 Geburten) gar um 34 Prozent. Im Markt Waal halbierte sich die Zahl sogar nahezu von 25 auf 13 Geburten.

Ebenfalls auffällig: Zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren starben im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft mehr Menschen als geboren wurden. Insgesamt schieden 141 Menschen aus dem Leben - 88 davon in Buchloe, neun in der Gemeinde Jengen, zwölf in Lamerdingen und 32 in Waal. «Dort macht sich wie immer das ansässige Alten- und Pflegeheim bemerkbar», gibt Städele zu bedenken.

Zahlen schwanken

So alarmierend diese Zahlen auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, bei der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe macht man sich darüber keine größeren Sorgen. «Gerade die Geburtenzahlen schwanken immer mal wieder. Und wie im Rest der Bundesrepublik sind sie auch in der Verwaltungsgemeinschaft allgemein rückläufig», betont VG-Geschäftsstellenleiter Arthur Salger.

Angesichts der Tatsache, dass die geburtenstarken Jahrgänge allmählich älter würden, müsste man sich auf den leichten Rückgang bei der Zahl der Neugeborenen einstellen.

«Wichtig für uns ist, dass wir diesen durch die Zuzüge ausgleichen können und die Einwohnerzahl in der VG im Jahr 2009 weiter nach oben gegangen ist», so Salger weiter.

Im Juli wird geheiratet

Insgesamt 79 Paare gaben sich vor dem Standesamt Buchloe im vergangenen Jahr das Ja-Wort. Damit sank die Zahl der Heiratswilligen im Vergleich zum Boom-Jahr 2008 zwar um zehn, verbleibt wie in der gesamten vergangenen Dekade jedoch auf einem konstant hohen Niveau. Als begehrtester Heiratsmonat erwies sich dabei der Juli, zwölf Paare ließen sich trauen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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