Oberstdorf
Viele schwierige Bergungen in hochalpinem Gelände

Wenn der Sommer in der Region für Wanderer und Bergsteiger beste Bedingungen bereithält, hat auch die Bergwacht viel zu tun: 124 Einsätze musste die Bergwacht Oberstdorf in der Saison bewältigen. Damit blieb die Unfallzahl im Vergleich zu früheren Sommern nahezu gleich. Einsatzleiter Mathias Kennerknecht lobt alle Helfer für die gute Arbeit und dankt Arbeitgebern, Hubschrauberbesatzungen und allen Förderern der Bergwacht für die Unterstützung.

Trotz des schneereichen Winters herrschten in Oberstdorf schon zu Beginn des Sommers gute Wanderbedingungen. Einzig in den Hochlagen hielten sich viele Altschneefelder, die aber nicht zu schweren Unfällen führten. Die erst wechselhafte Saison entwickelte sich ab August zum Bilderbuchsommer und lockte viele Wanderer und Bergsteiger an. Einsatzschwerpunkte der Oberstdorfer lagen wieder in den Einzugsgebieten der Bergbahnen, wie im Bereich Nebelhorn, Fellhorn und Söllereck sowie in beliebten Wandergebieten rund um Oberstdorf (etwa Breitachklamm, Rappenalptal/Einödsbach, Oytal und Gaisalpe.

Bei den Klettersteigen gab es eine leichte Steigerung der Einsätze, was die Bergretter technisch und taktisch vor Herausforderungen stellte.

Erster Lawineneinsatz im Oktober

Schwierig wurde es für die Helfer ab September: Bei Nebel und schlechtem Wetter musste die Bergwacht einige aufwendige und schwierige Bergungen in hochalpinem Gelände bewältigen. Bereits im Oktober gab es wegen der ergiebigen Neuschneefälle im Bereich Rappenseehütte den ersten Lawineneinsatz. Der Verunglückte wurde glücklicherweise nicht verschüttet.

Zudem überraschte im Herbst die frühe Dunkelheit einige Bergsteiger. Sie mussten teilweise mit erheblichem Aufwand aus misslichen Lagen befreit werden. Kennerknecht empfiehlt allen Bergsteigern, dem Deutschen Alpenverein beizutreten oder eine private Bergekostenversicherung abschließen. Dann seien sie im Fall einer Rettung gegen die teils hohen Kosten für Hubschrauber und Personal abgesichert.

Private und gesetzliche Krankenversicherungen zahlten nur, wenn bei dem Unfall eine Verletzung des Patienten vorliegt und eine ärztliche Behandlung erforderlich wurde.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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