Soldaten
Viele neue Erfahrungen für die Rekruten hinterm Kasernentor bei der Bundeswehr in Kempten

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«Ich finde es toll, was die Bundeswehr an Berufen anbietet und wie viel Hilfe die Soldaten im In- und Ausland leisten», schwärmt Meike Mayer. Die 21-Jährige aus Weitnau ist eine von 80 Freiwilligen, die seit fünf Wochen jeden Morgen in der Kemptener Artillerie-Kaserne antreten.

Auch nach der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht hat das Gebirgssanitätsregiment 42 keine Nachwuchssorgen. << Als Sanitäter leisten wir Dienst am Menschen und bieten eine zivil anerkannte Berufsausbildung >>, wirbt Oberstleutnant Andreas Steinert für seine Einheit.

<< Mein Freund war zunächst geschockt, als ich ihm von meinem Entschluss erzählt habe >>, erinnert sich Mayer. Die pharmazeutisch- kaufmännische Angestellte war an der Berufsschule auf die Bundeswehr aufmerksam geworden.

<< Dann habe ich mich im Internet informiert, bin zum Wehrdienstberater und habe einen Truppenbesuch gemacht. >> Inzwischen hat sie sich an die Uniform und das Leben mit sieben jungen Frauen auf einer Stube gewöhnt: << Wir kommen aus allen Teilen Deutschlands. Ich bin die einzige Allgäuerin. >> Die Geländeausbildung war eine neue Erfahrung - mit Marschieren, Orientierung im Wald oder Robben mit Waffe.

Mayer hat klare Vorstellungen von ihrer Laufbahn: Nach der Grundausbildung geht sie auf den Lehrgang für Personalunter- offiziere und will anschließend im Regimentsstab arbeiten.

Klare Vorstellungen hat auch Timo Ochsenmayer. Der Elektroniker für Betriebstechnik will sich zum Rettungsassistenten ausbilden lassen. Der Oberfranke aus Selb ist seit Jahren ehrenamtlich beim Roten Kreuz und will jetzt die Feldwebel-Laufbahn einschlagen. In seinen Augen bietet das Kemptener Regiment gute Fortbildungsmöglichkeiten. Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und dem Klinikum liefere Praxiserfahrung.

Der 21-jährige Sanitätssoldat bestätigt die Erfahrungen seiner Kollegin: << Auf der Stube lebt man sich schnell zusammen und im Gelände lernt man seine körperlichen Grenzen kennen. >> Er möchte die Kameradschaft der ersten Wochen nicht missen. Beide erzählen, dass sie in der Grundausbildung viel erfahren: << Man wird selbständiger, hält seinen Spind in Ordnung und lernt den Umgang mit Vorgesetzten. >>

Wie ein Berufspraktikum

Der Freiwilligendienst dauert bis zu 23 Monaten. In den ersten sechs Monaten kann jeder ohne Angabe von Gründen die Truppe verlassen. << Das ist wie ein Berufspraktikum >>, erklärt der stellvertretende Regimentskommandeur Andreas Steinert. So haben seit dem 1. Juli etwa zehn Prozent der Freiwilligen die << Ari >> wieder verlassen. Damit liege Kempten im bundesweiten Trend.

Durch die neue Personalstruktur ergebe sich ein völlig neues Gefüge. << Wir haben weniger Mannschaften und mehr Unteroffiziere, die länger dienen. >> Für Steinert ist klar: << Wir bieten einen einmaligen Beruf, die Chance, früh Verantwortung übernehmen zu können und einen sicheren Arbeitsplatz. >>

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