Winterfest
Viele Kunstwerke aus Schnee im Lindenberger Stadtpark

City-Manager Bernd Mathieu strahlte angesichts der vielen Besucher beim diesjährigen Winterfest im Stadtpark übers ganze Gesicht: «Das ist wirklich bombastisch. Ich denke, wir haben den Erfolg vom vergangenen Jahr übertreffen können.» Schon damals bestaunten über 500 Besucher die großen Schneeskulpturen und die kleinen Schneemänner.

Am Samstag dürften es laut Mathieus Schätzung noch etwa 200 mehr gewesen sein, die bei Sonnenschein und leichten Minusgraden beim vom Citymanagement und der Leistungsgemeinschaft veranstalteten Winterfest vorbeigeschaut haben.

Attraktiv wurde das Winterfest nicht zuletzt dadurch, dass viele Lindenberger Einzelhändler bis 16 Uhr geöffnet hatten und eigens zum Winterfesttag Rabattaktionen anboten. Zudem beteiligten sich zwölf Geschäfte am Schneemannwettbewerb und bauten vor ihren Schaufenstern originelle, zum Sortiment passende Figuren.

Eingefrorene Uhren

Am meisten überzeugt war die Jury (Citymamager Bernd Mathieu, Bauhofleiter Anton Fink, Grafikdesigner Karsten Mezger) vom «Uhrenmann» der Firma Stegherr. Claudia, Johannes, Steffen, Lea und Fidelis Speißer sowie Annika Stegherr und Sigrid Kraft-Stegherr hatten einen Schneemann mit einer in Eis eingefrorenen Uhr sowie diversen, ebenfalls tiefgekühlten Uhrwerkteilen aufgebaut und ihm den Namen «Steg-Herr» gegeben.

Fast ebenso fragil ging es bei den Steinmetz-Profis im Stadtpark zu. Die insgesamt sechs Teams benutzten filigran kratzende Spachteln, aber auch dröhnende Motorsägen, um aus den viereckigen Schneequadern erstaunlich detailgetreue Kunstwerke, wie einen sterbenden, ölverschmutzten Vogel, Obelix, eine Maus, die sich durch ein Stück Käse frisst, einen Nilpferdrachen oder eine nackte Venus zu zaubern.

Letztere vertrug allerdings die intensive Nachmittagssonne in der Bergstadt nicht und wurde durch ihre zu üppige Oberweite in die Knie gezwungen. In der Publikumsgunst ganz vorne lag die von der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim gesponserte Figur «Bulle und Bär» von Frank Bergmann, Sebastian Müller (beide Oberstaufen) und Najib Zebiri (Heimenkirch). Mit über 60 Stimmen Vorsprung verwiesen sie «Obelix» auf Platz 2. Insgesamt wurden knapp 500 Stimmzettel ausgefüllt.

Von einer nicht optimalen Schneequalität sprach Daniel Rauch, der Schwierigkeiten hatte, die großen Öltropfen auf dem Gefieder seines sterbenden Vogels herauszuarbeiten: «Im Gegensatz zu solidem Marmor ist das hier wie Nagelfluh.»

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