Wallfahrtsort
Viele Helfer lassen Pfad im Gschnaidt in neuem Glanz erstrahlen

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Der Weiler Gschnaidt oberhalb von Frauenzell mit fast 900 Metern Höhe gehört zu den höchsten Erhebungen in dieser Region. Dort oben steht seit dem 18. Jahrhundert eine kleine Wallfahrtskapelle, zu der ein Kreuzweg von der Quelle im Wald nach oben führt.

2011 wurden alle Stationen, wo zuvor verblasste gemalte Bilder waren, von Restaurator Erwin Roth mit farbigen Relieftafeln aus Metall versehen. Die Seniorengruppe Frauenzell-Muthmannshofen sorgte mit stabilen Holzschwellen dafür, dass der Leidensweg für Wanderer besser begehbar wurde.

Der Kreuzweg im oder auf dem Gschnaidt hat eine spezielle Anziehungskraft. Vermutlich gab es hier, auf der Kuppe dieses Moränenhügels, schon seit jeher einen spirituellen Ort, bevor im 17. Jahrhundert das Gschnaidt als Wallfahrtsort zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.

Die erste, kleinere, Kapelle wurde im 18., die zweite Kapelle im 19. Jahrhundert erstellt. Ein großes Votivbild im Foyer erinnert an das sogenannte Schneewunder von 1843, als im Schnee seltsame Zeichen entdeckt wurden.

Die Seniorengruppe Frauenzell-Muthmannshofen ist ein aktives Team mit viel Unternehmergeist und Schaffenskraft.

Bei einem Ausflug und einer Wanderung um den Pragser Wildsee in Südtirol im Frühjahr 2007 kam die flotte Gruppe auf die Idee, 'so einen tollen Wanderweg' mit Stufen auch bei 'ihrem' Gschnaidt-Kreuzweg anzulegen. Gesagt, getan, es wurde zu Hacke, Schaufel und Holz gegriffen und losgelegt.

'Das Material hat die Pfarrgemeinde übernommen, die Holzschwellen aus Eiche haben Schreiner Roman Freudling und mein Mann gefertigt und etwa zehn Senioren haben geholfen, den Weg zu richten', erinnert sich Maria Krug die Leiterin der Seniorengruppe, die mehr als 100 Mitglieder zählt. Am 26. Oktober 2007 legten die aktiven Senioren los. Nach 140 Stunden unentgeltlicher Leistung war am 19. März 2008 der Weg am Kreuzweg fertiggestellt, so wurde es notiert.

Wer von den Senioren nicht mitarbeiten konnte, hat Geld fürs kompakte Geländer gespendet, das nachträglich im April 2009 aufgestellt wurde und sehr wichtig ist.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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