Naturschutz
Viele Biotope im Kleinwalsertal ndash Expertin führt Exkursion zum Hochmoor Höfle

Das 'Vorarlberger Biotopinventar' listet die ökologisch wichtigsten und erhaltenswerten Lebensräume des Landes auf. Ziel des vom Land Vorarlberg in Auftrag gegebenen Inventars ist es, den Gemeinden Grundlagen für behördliche Planungen im Naturschutz und für raumplanerische Fragestellungen zu bieten. Geht es nach dem Biotopinventar, so ist die Gemeinde Mittelberg, was die Naturschätze anbelangt, eine herausragende Gemeinde.

Kein Wunder, befinden sich in der Gemeinde Mittelberg neben den vier Großraumbiotopen 'Hochifen-Gottesackerplateau-Oberes Schwarzwassertal', 'Hörnlepassmoor', 'Hinterwildental' und 'Söllerwald' auch noch 50 kleinräumigere natürliche Kostbarkeiten.

Diese Lebensräume finden in der Biotopkartierung deshalb Erwähnung, da sie Lebensräume seltener Tiere und Pflanzen sind, welche erhaltens- und schützenswert, jedoch nicht automatisch geschützt sind.

Fleischfressende Pflanzen

Anlässlich der Aktualisierung des Biotopinventars veranstaltete das Land Vorarlberg mit der Gemeinde für alle Interessierten eine Exkursion zum 'Hochmoor Höfle' in Riezlern-Egg.

Hochmoore sind nährstoffarme Lebensräume und Reliktlandschaften nach der letzten Eiszeit mit spektakulären Anpassungen der Tier- und Pflanzenwelt. Dabei spielen Torfmoose über Jahrhunderte hinweg als Torfbildner eine entscheidende Rolle.

Expertin Rosemarie Zöhrer erklärte den Besuchern sehr anschaulich die oft im Verborgenen liegenden Besonderheiten dieses extremen Lebensraumes. Fleischfressende Pflanzen und

Orchideen sind nur einige der Besonderheiten eines höchst empfindlichen Lebensraums. Insgesamt leben auf diesem unscheinbaren Flecken am Schwarzwasserbach nicht weniger als zehn vom Aussterben bedrohte bzw. stark gefährdete Arten. So etwa der Tarant (Sumpfenzian) oder der Rundblatt-Sonnentau.

Neu im aktuellen Biotopinventar ist jeweils die Ausweisung von 'Drei Kostbarkeiten der Gemeinde'. Im Kleinwalsertal sind dies das Hörnlepassmoor (27 Hektar), das Außerwaldmoor (9 Hektar) und das Ifen-Gottesackergebiet mit Kürenwald (864 Hektar).

'Dies soll zeigen, worauf die Gemeinde besonders stolz sein kann', so die Autoren des Biotopinventars.

Die Gemeindeberichte stehen im Internet kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung.

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