Immenstadt
Viele bevorzugen Neubau eines Schulzentrums

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Einen weiteren Schritt in der Entscheidungsfindung «Schulsanierung oder Neubau» haben die Immenstädter gemacht. Zum zweiten Bürgerforum im Hofgarten waren zahlreiche Lehrer, Schüler und Eltern gekommen, um ihre Ideen einzubringen und ihre Meinung kundzutun. Jeder konnte auf einem Formular ausfüllen, wie er verschiedene Aspekte (etwa Funktionalität, Ökologie oder den Schulbetrieb während der Bauphase) bewertet - und zwar sowohl im Falle einer Sanierung der Schulen als auch im Falle des Neubaus eines großen Schulzentrums. Was dabei herauskam, ist freilich noch offen: «Ich warte jetzt die Auswertung ab, dann präsentiere ich das Ergebnis dem Stadtrat», erklärt Bürgermeister Armin Schaupp. Die Auswertung übernimmt Kommunikationstrainer und Moderator des Abends Michael Fuchs mit seinem Team. Die so ermittelte Meinung der Bürger soll dem Stadtrat dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Außerdem konnten die Besucher auf Zetteln Anregungen und Fragen an Tafeln kleben. Die anschließende Besprechung dieser Ideensammlung fiel sehr knapp aus: Auf Konkretes wie zum Beispiel die Gestaltung des Pausenhofs oder einer Cafeteria im Falle eines Neubaus wollten Schaupp und Architekt Jörg Aldinger noch keine Antworten geben. Solche Details spielten erst in der Planungsphase eine Rolle, hieß es. Und jetzt gehe es erst einmal um die Frage Sanierung oder Neubau. Schaupp versicherte anschließend, dass alle Zettel aufbewahrt und dann ausgewertet würden, wenn es an die inhaltliche Gestaltung geht. «Davor wird es wieder ein Bürgerforum geben - das sind lange Prozesse», so Schaupp.

Eine Tendenz war an diesem Abend deutlich erkennbar: Von etlichen Lehrern, Eltern und Schülern wurde in den Gesprächen ein Neubau favorisiert und auch die Stadtverwaltung sprach sich für dieses Konzept aus. Sowohl Bauamtsleiterin Julia Jedelhauser als auch der Bürgermeister sähen es am liebsten, wenn der Stadtrat sich gegen eine Sanierung entscheidet.

Architekt Aldinger stellte das Ergebnis seiner Machbarkeitsstudie vor. In Königsegg-Grundschule, Hauptschule und Gymnasium/Realschule hat er typische Abschnitte unter die Lupe genommen und die Kosten berechnet. Einige Eckpunkte der Erkenntnisse: Alle Gebäude müssten so umfassend saniert werden, dass nur der Rohbau übrig bliebe. Die Kosten lägen bei einer Sanierung bei 48,2 Millionen Euro, dazu kämen rund 69 Millionen Euro Lebenszykluskosten in den nächsten 30 Jahren.

Der Neubau würde 46,2 Millionen Euro kosten, dazu kämen 56,8 Millionen Euro. Im Falle eines Neubaus würde die Campus-Lösung verfolgt, das heißt alle Schulen würden im Bereich des jetzigen Schulzentrums beim Hallenbad angesiedelt. Zwischen den einzelnen Gebäuden gäbe es freie Flächen, die Grundschule wäre etwas abseits in der Nähe des Kindergartens.

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